| 20:12 Uhr

Verbraucherschutz
Krankenkasse muss Fußpflegerin bezahlen

Potsdam. (dpa) Krankenkassen müssen unter Umständen auch die Kosten für Fußpflege übernehmen. Das kann dann gelten, wenn die Behandlung medizinisch notwendig ist, sich aber kein Arzt findet, der diese Aufgabe übernimmt.

(dpa) Krankenkassen müssen unter Umständen auch die Kosten für Fußpflege übernehmen. Das kann dann gelten, wenn die Behandlung medizinisch notwendig ist, sich aber kein Arzt findet, der diese Aufgabe übernimmt.


Das geht aus einer Grundsatzentscheidung des Landessozialgerichts Berlin-Potsdam hervor, über das die Arbeitsgemeinschaft Sozialrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) informiert. Eine Frau, die an einem chronisch eingewachsenen Zehennagel leidet, hat Anspruch auf die Erstattung der Behandlungskosten. Bei der Behandlung eingewachsener Zehennägel einschließlich des Anlegens einer Finger- oder Zehennagelspange handele es sich nach den einschlägigen Regelungen des Krankenversicherungsrechts um eine ärztliche Leistung, urteilten die Richter. Dass kein Arzt dafür zu finden gewesen sei, begründe einen Systemmangel.

(dpa)