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Sicherheitsmängel
Kindersitze müssen unfallfrei sein

Stuttgart. () Nur wenn Eltern absolut sicher sind, dass ein gebrauchter Kindersitz unfallfrei ist, sollten sie ihn kaufen, rät die Prüfgesellschaft Dekra. Schäden können die Schutzleistung stark beeinflussen.

Problematisch sei, dass Laien etwaige Deformationen kaum erkennen können. Denn es kann auch etwas defekt sein, selbst wenn äußerlich davon nichts zu sehen ist, erklärt Dekra.


Besonders kritisch seien Kindersitze mit Verstell-, Dreh- und Modularfunktionen. Deren innerer Aufbau ist laut Dekra oft sehr komplex und hat teils eingebaute Einrichtungen, um Aufprallenergie aufzunehmen. Auch hier kann der Laie einen Schaden von außen nicht erkennen. Feststellen lassen sich hingegen etwa Schäden im Bereich der Gurtführungen, wenn etwa weiße Deformationsstreifen im Plastik zu sehen sind.

Käufer sollten auf jeden Fall keine zu alten Sitze kaufen, denn das Material kann spröde werden. Das Alter verrät entweder der Kaufbeleg oder das im Sitz eingeprägte Produktionsdatum. Was genau zu alt ist, hängt wiederum im Einzelfall von den verwendeten Materialien ab. Im Zweifel sollte man den Hersteller kontaktieren.



Außerdem sollten sämtliche Funktionen einwandfrei zu bedienen sein. Auch die Gebrauchsanweisung und alle nötigen Zubehörteile wie etwa Schaumstoffplatten oder Sitzeinleger dürfen beim Kauf laut Dekra nicht fehlen.

(dpa)