Kaufzeitpunkt spielt bei Aktien keine große Rolle

Kaufzeitpunkt spielt bei Aktien keine große Rolle

Immer weniger Menschen in Deutschland legen ihr Geld in Aktien an. Nach Angaben des Deutschen Aktieninstituts in Frankfurt trennten sich 2013 rund 600 000 Menschen von ihren Aktien oder Aktienfonds und das trotz der deutlichen Kurssteigerungen beispielsweise des Dax.

Insgesamt sind demnach nur noch 8,9 Millionen Deutsche direkt oder indirekt in Aktien engagiert. Das entspricht 13,8 Prozent der Bevölkerung. Die Anleger sollten sich an der Börse jedoch nicht zu stark von kurzfristigen Entwicklungen beeindrucken lassen. "Die Kurse entwickeln sich nicht immer nur in eine Richtung", erklärt Professor Martin Weber von der Universität Mannheim.

Aktionäre sollten auch beim Kauf nicht zu sehr nur auf den aktuellen Kurs achten. "Der Kaufzeitpunkt sollte keine entscheidende Rolle spielen." Wichtiger seien dagegen die Konjunkturaussichten, die Zahlen des Unternehmens und der Anlagehorizont des Aktionärs.

"Grundsätzlich versuchen Anleger immer, ein Schnäppchen zu machen, indem sie zu niedrigen Kursen einsteigen", erklärt Weber. "Das ist ein ganz intuitives Verhalten." An der Börse sei es allerdings fast unmöglich, wirklich den tiefsten Punkt zu erwischen. "Kursentwicklungen kann man nicht vorhersagen", sagt der Finanzwirtschaftler. "Einsteigen sollte man immer, wenn man Geld übrig hat." Auf lange Sicht lohne sich das Investieren in Aktien. Wirklich entscheidend für den Erfolg sei es, das Geld gut zu verteilen. "Märkte, Branchen und Unternehmen entwickeln sich nie gleich", erklärt Weber. "Wenn man einseitig investiert, kann man schnell danebenliegen."