Jede dritte Apfelschorle fällt im Test durch

Safttest : Jede dritte Apfelschorle fällt bei Stiftung Warentest durch

(dpa) Apfelsaftschorlen gelten als gesunde Durstlöscher. Doch bei einer Untersuchung von Stiftung Warentest sind sieben von 24 Fertigschorlen mit der Note mangelhaft durchgefallen („test“, 4/19).

Bei vielen Anbietern hapert es an der Saftqualität. Mal hat die Schorle zu wenig Aroma, mal stammt der Saft aus verdorbenen oder unreifen Äpfeln. Auch eine unsaubere Verarbeitung störte die Tester. Wenn an der teuren Zutat „natürliches Aroma“ gespart wurde, führte das ebenfalls zu Punktabzug.

Von den untersuchten Schorlen schaffte nur „Wiesgart“ von Aldi Nord ein gutes Gesamturteil. Mit 39 Cent pro Liter zählte das Getränk mit Apfelsaft aus Konzentrat zu den günstigsten im Test. Im Geschmack erzielte die naturtrübe Bioschorle „Proviant“ aus Direktsaft für drei Euro pro Liter, die es bei verschiedenen Händlern gibt, die Bestnote. Die Tester bemängelten allerdings ein unübersichtliches Etikett, sodass der Geschmackssieger am Ende nur auf Befriedigend kam.

Die Tester empfehlen, Fertigschorlen nur ab und zu zu trinken. Besser sei es, sie selbst zu mischen, vor allem um Zucker zu sparen. Denn in einem halben Liter Fertigschorle stecken immerhin noch bis zu neun Zuckerwürfel.

Monika Bischoff vom Zentrum für Ernährungsmedizin und Prävention in München rät, einen guten Apfelsaft, der pro 100 Milliliter nicht mehr als 45 Kalorien hat, mit Wasser im Verhältnis 1:3 zu mischen.

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