Anlaufstellen für Beratung: Guter Rat muss nicht immer teuer sein

Anlaufstellen für Beratung : Guter Rat muss nicht immer teuer sein

Rechtliche Beratung gibt es auf vielen Wegen. Neben Anwälten gibt es noch weitere Anlaufstellen.

() Bürger suchen aus vielen Gründen rechtlichen Rat. Über Internetsuchmaschinen sind Antworten schnell zu finden. Ob diese aber immer passen? Sozialverbände etwa bieten Mitgliedern Rechtsberatung zu Themen wie Rentenversicherung, Sozialhilferecht und Arbeitslosengeld. Auch die Wohlfahrtsverbände beraten Mitglieder. Verbraucher können bei Problemen mit Unternehmen die Beratungsstellen der Verbraucherzentralen kontaktieren. Dafür wird eine Gebühr fällig.

Anwälte können Fragen klären und ihre Mandanten vor Gericht vertreten. Im Amtlichen Anwaltsverzeichnis der Bundesrechtsanwaltskammer sind alle in Deutschland zugelassenen Rechtsanwälte aufgeführt. In der Online-Datenbank des Deutschen Anwaltvereins (DAV) können Verbraucher nach Fachanwälten suchen und die Einträge nach bestimmten Rechtsgebieten filtern. Besonders bei speziellen Fragen können Ratsuchende über die Beratung bei einem Fachanwalt nachdenken, sagt DAV-Sprecher Swen Walentowski. In den gängigen Rechtsgebieten kennen sich ihm zufolge aber alle Anwälte aus. Außerhalb der Großstädte seien zudem nicht immer für alle Rechtsgebiete Fachanwälte zu finden.

Einige Unternehmen bieten im Internet an, Interessen ihrer Kunden durchzusetzen. Meist bekommen diese sogenannten Legal Techs nur ein Honorar, wenn sie erfolgreich sind. Sie sind als Inkasso-Unternehmen registriert und haben keine Rechtsanwaltslizenz – wie etwa das Portal Wenigermiete.de zur Durchsetzung von Mieterrechten. Ein solches Angebot von Internet-Dienstleistern ist nach einem Grundsatzurteil des Bundesgerichtshofs zulässig.

Wer wissen möchte, welche rechtlichen Schritte er in einem Verfahren einleiten kann, kann sich an die Rechtsantragstelle des zuständigen Gerichts wenden. Dort können Rechtspfleger bei der Formulierung von Anträgen ans Gericht oder Klagen helfen. Rechtlich beraten dürfen sie aber nicht.

(dpa)
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