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Fünf Olivenöle im Test auf erstem Platz

Verbraucherschutz : Gutes Olivenöl zum kleinen Preis

(dpa) Die Stiftung Warentest hat 28 Olivenöle der höchsten Güteklasse „nativ extra“ unter die Lupe genommen. Neun Mal vergaben die Tester die Note „gut“. Gleich fünf Produkte teilen sich den ersten Platz: Aldi Süd Bio (6,15 Euro/Liter), Lidl Primadonna Bio (6,20 Euro/Liter), Bertolli Gentile und Bertolli Originale (beide 8,60 Euro/Liter) sowie Castillo de Canena (Bio-Öl für 45 Euro/Liter), das zudem mit dem besten Geschmack überzeugte.

Dem gegenüber stehen nur zwei mangelhafte Produkte, während 14 Öle als „befriedigend“ und drei als „ausreichend“ einsortiert wurden. Offenbar achten mittlerweile viele Hersteller von Olivenöl nicht nur auf guten Geschmack, sondern auch auf Schadstoffe und die richtige Kennzeichnung auf dem Etikett. Die Qualität vieler Olivenöle ist insgesamt besser als noch vor einigen Jahren.

Beide mit mangelhaft bewerteten Olivenöle sind mit Mineralölkohlenwasserstoffen belastet, darunter mit einem Stoff, der im Verdacht steht, krebserregend zu wirken. Die Stoffe könnten etwa aus Schmieröl von Schläuchen oder Transportbändern ins Olivenöl übergegangen sein, erklären die Experten in der Zeitschrift „test“ (2/2020). Ein Öl war zusätzlich oxidiert und schmeckte ranzig.

Positiv ist zu vermelden, dass die Tester kein gepanschtes Öl fanden, in das minderwertiges Olivenöl oder andere Ölsorten gemischt waren, auch keinen kritischen Gehalt an Pestiziden und krebserregenden polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen.

Laut einer EU-Verordnung wird Olivenöl in verschiedene Güteklassen eingeteilt. Die höchste Stufe „nativ extra“, in Italien „extra vergine“ und in Spanien „extra virgen“ genannt, erreichen nur Öle, die einwandfrei riechen, schmecken und ein Mindestmaß an Fruchtigkeit besitzen. Das meiste in Deutschland verkaufte Olivenöl stammt aus Italien, Spanien und Griechenland.