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Falscher Staatsanwalt am Telefon

Falscher Staatsanwalt am Telefon

Wenn sich am Telefon jemand als Staatsanwalt vorstellt, sind viele erst einmal eingeschüchtert. Dabei ist das Ganze in der Regel nur eine dreiste Betrugsmasche, um den Opfern Geld aus der Tasche zu ziehen. Doch wie erkennen die Betroffenen den Bluff?

Der Rufnummer, die im Telefondisplay angezeigt wird, dürfen Verbraucher nur sehr eingeschränkt Vertrauen schenken. Denn sie kann relativ leicht gefälscht werden, was immer wieder von Kriminellen ausgenutzt wird, die sich zum Beispiel als Staatsanwalt ausgeben, warnt der Opferhilfeverein Weißer Ring. Fachleute sprechen von Call-ID-Spoofing - von Anrufen unter einer vorgetäuschten Rufnummer. Die Betrüger überrumpelten Verbraucher am Telefon mit frei erfundenen staatsanwaltlichen Ermittlungen und raten, in dieser Angelegenheit einen Rechtsanwalt zu konsultieren, um die Sache außergerichtlich zu klären.

Tatsächlich ruft kurz nach dem Telefonat mit der falschen Staatsanwaltschaft ein angeblicher Anwalt das Opfer an und nennt ihm ein Konto, auf das es Geld überweisen soll, um dem vermeintlichen Strafverfahren zu entgehen. Es kann auch sein, dass der falsche Anwalt darauf drängt, die Kontoverbindung herauszugeben. Solche sensiblen Daten sollte man keinesfalls preisgeben, warnt der Verein. Denn natürlich handele es sich bei dem Anrufer um einen Komplizen des falschen Staatsanwaltes. In aller Regel existieren die Nummern, die die Kriminellen mit technischen Tricks ins Display geschmuggelt haben, wirklich. Und auch die Staats- und Rechtsanwälte, deren Namen missbraucht werden, gibt es tatsächlich. Wer also zur Kontrolle den jeweiligen Staats- oder Rechtsanwalt nicht zurückruft, sondern nur die Nummern nachschaut, wird den Betrug vielleicht nicht bemerken - und im schlimmsten Falle zahlen.

Wichtig ist es den Experten zufolge, bei einem Kontrolltelefonat nicht die im Telefon zwischengespeicherten Nummern zurückzurufen, sondern selbst zu wählen, und zwar nur die Nummern, die man im Netz oder im Telefonbuch zu der jeweiligen Staatsanwaltschaft oder Kanzlei gefunden hat.

Hilfreich sei es auch immer, mit Freunden oder Familienmitgliedern über die Geschehnisse zu sprechen. Das erhöht dem Weißen Ring zufolge die Chancen, die Ereignisse richtig einzuordnen und dann auch richtig zu handeln. Die Masche beschränkt sich nicht nur auf Staats- oder Rechtsanwälte. Die Betrüger missbrauchen etwa die Namen der Polizei und anderer Behörden ebenso wie die von Unternehmen, zum Beispiel Banken.