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Verbrauchertipp
Eigene Bestattung kann vorab bezahlt werden

Berlin. (dpa) Jeder kann die eigene Bestattung schon zu Lebzeiten organisieren und vorab bezahlen. Dazu ist ein Vertrag mit einem Bestatter erforderlich, der häufig aus zwei Teilen besteht: einem Vertrag über die Bestattungsleistung und einem Vertrag über die Bezahlung. Wer keine Sterbegeldversicherung abschließen oder das Geld auf ein Sperrkonto zahlen will, kann es auch von einer Treuhandgesellschaft verwalten lassen. Den Vertrag schließt der Kunde mit dem Bestatter ab. Dieser vermittelt dann an eine Treuhandgesellschaft, die das Geld verwahrt.

Die Stiftung Warentest hat vier Treuhandgesellschaften untersucht, die zusammen derzeit über eine Milliarde Euro verwalten („Finanztest“ 2/18). So viel Geld haben Bürger bei ihnen vorsorglich für ihre Bestattung hinterlegt. Bei drei der vier geprüften Gesellschaften sei das Geld gut geschützt. Lediglich bei einem Unternehmen bekomme der Kunde die Möglichkeit, das Geld mit einer Bankbürgschaft zu sichern, erst auf Nachfrage. Es ist jedoch wichtig, dass das Geld von der Treuhandgesellschaft durch eine Bankbürgschaft geschützt ist, falls die Gesellschaft pleitegeht.



Mit den Treuhandverträgen waren die Experten nicht zufrieden. Alle enthielten Formulierungen, die Kunden benachteiligen. In einem Fall fanden die Tester unzulässige Kündigungsklauseln, in anderen Fällen waren große Teile des Vertrages nicht eindeutig formuliert. Diese Mängel sind aus Sicht der Tester aber kein Grund, Treuhandverträge zu meiden. „Verbraucherfreundlich wäre es, wenn die Gesellschaften die Verträge nachbesserten.“