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Für Tierfreunde
Demente Katzen brauchen Routine

Demenz trifft auch viele alternde Haustiere
Demenz trifft auch viele alternde Haustiere FOTO: dpa / Daniel Reinhardt
Hamburg. (dpa) Für Katzen mit Demenz sind selbst kleine Veränderungen Gift. Sie sind verunsichert, wenn plötzlich der Lieblingssessel woanders steht oder es erst zwei Stunden später als sonst Futter gibt.

„Die Vorhersehbarkeit von Ereignissen gibt den Tieren Sicherheit“, sagt Barbara Schöning von der Gesellschaft für Tierverhaltensmedizin und -therapie. Halter sollten deshalb nach Möglichkeit eine Tagesroutine haben und diese beibehalten. Außerdem seien Orientierungspunkte wie die Position der Möbel wichtig. Daher sollten Besitzer aufs Umräumen verzichten. Eine sichere Diagnose für eine Demenz bei Vierbeinern kann nur der Tierarzt stellen. Verhaltensänderungen sind aber ein erstes Anzeichen: Ist die Katze auf einmal nicht mehr stubenrein oder hat sie plötzlich panische Angst vor dem Staubsauger, sollten Halter das abklären lassen.


Das Gehirn einer Katze profitiert ähnlich wie das des Menschen von einem Gedächtnistraining. Optimal ist es, wenn die Tiere über den Tag verteilt jeweils kurze Aktivitäts- und Ruhephasen haben. Das Gehirn lässt sich etwa durch Suchspiele mit Futter oder Spielzeug sowie durch Bewegungseinheiten aktivieren.