| 20:07 Uhr

Aus dem Sozialgericht
Briefeinwurf landet vorm Sozialgericht

Chemnitz. (dpa) Eine Frau, die mit ihrem Wagen von der Arbeit nach Hause fuhr, hielt unterwegs an, um einen privaten Brief in den Briefkasten zu werfen. Beim Aussteigen stürzte sie unglücklich. Zudem rollte ihr auch noch ihr Auto über den linken Fuß. Die Unfallversicherung sah darin keinen Arbeitsunfall, da die Frau ihren versicherten Weg unterbrochen habe, um einen privaten Brief einzuwerfen.

(dpa) Eine Frau, die mit ihrem Wagen von der Arbeit nach Hause fuhr, hielt unterwegs an, um einen privaten Brief in den Briefkasten zu werfen. Beim Aussteigen stürzte sie unglücklich. Zudem rollte ihr auch noch ihr Auto über den linken Fuß. Die Unfallversicherung sah darin keinen Arbeitsunfall, da die Frau ihren versicherten Weg unterbrochen habe, um einen privaten Brief einzuwerfen.


Das Sächsische Landessozialgericht in Chemnitz gab der Versicherung recht (Az.: L 2 U 124/15). Zwar gelte der gesetzliche Unfallversicherungsschutz noch, wenn die Unterbrechung „zeitlich und räumlich nur ganz geringfügig“ sei und einer Verrichtung diene, die im „Vorbeigehen“ und ganz „nebenher“ erledigt werden könne. Dies sei hier aber nicht der Fall gewesen. Die Frau habe ihren Nachhauseweg für eine private Verrichtung unterbrochen.