Behörde hilft bei Ärger mit Telefon und Internet

Verbraucherschutz : Behörde hilft bei Ärger mit Telefon und Internet

(dpa) Mobilfunk- und Festnetzkunden können in Streitfällen mit ihrem Anbieter eine kostenlose Schlichtung durch die Bundesnetzagentur in Anspruch nehmen. Dazu bietet die Behörde eine eigene Schlichtungsstelle.

Diese soll als neutrale Instanz zwischen beiden Parteien vermitteln, um eine für beide Seiten zufriedenstellende Lösung zu erreichen.

Im Jahr 2019 seien 1695 Schlichtungsanträge gestellt worden, 2018 waren es 1828 Anträge. 2019 wurde in 550 Fällen eine Übereinkunft zwischen Unternehmen und Verbraucher erreicht, in 665 Fällen allerdings nicht. 480 Anträge seien unzulässig gewesen, weil die Voraussetzungen zum Einleiten eines Verfahrens nicht gegeben waren, erklärt die Bundesnetzagentur.

Schlichten kann die Agentur etwa bei strittigen Telefon- und Handyabrechnungen, nicht eingehaltenen vertraglichen Leistungen, gesperrten Anschlüssen und Problemen beim Anbieterwechsel oder der Rufnummernmitnahme.

Die Schlichtung ist für beide Parteien freiwillig und kostenlos. Lediglich die Kosten, die durch die Teilnahme am Verfahren entstanden sind wie beispielsweise Telefonkosten, Briefporto und sonstige Aufwendungen müssen selbst getragen werden. Das Verfahren kann auf Wunsch einer oder beider Parteien jederzeit beendet werden. Das Ergebnis der Schlichtung ist nicht verbindlich. Den Parteien steht auch nach Abschluss des Verfahrens der Rechtsweg vor den Gerichten offen.

Vom Eingang des Antrags bei der Schlichtungsstelle bis zum Abschluss des Verfahrens dauert ein Schlichtungsverfahren im Durchschnitt circa sieben Wochen.