Am 15. September Fridays for Future ruft zum Klimastreik in Saarbrücken auf

Saarbrücken · Neben dem Streiktag am 15. September planen die Saar-Aktivisten außerdem ein mehrtägiges „Klima-Camp“.

Am 15. September findet der nächste globale Klimastreik in Saarbrücken statt.

Am 15. September findet der nächste globale Klimastreik in Saarbrücken statt.

Foto: Saarbrücker Zeitung/BeckerBredel

Am Freitag, 15. September, findet der 13. globale Klimastreik von Fridays for Future (FFF) statt. Unter dem Motto „End Fossil Fuels“ (deutsch: „Stoppt fossile Brennstoffe“) werden voraussichtlich erneut hunderttausende Menschen in Deutschland für mehr Klimaschutz demonstrieren.

Auch die saarländischen Ortsgruppen – neben FFF auch Students und Parents for Future – planen eine Kundgebung mit anschließender Demonstration: Los gehen soll es um 13 Uhr auf dem Saarbrücker Landwehrplatz mit Redebeiträgen, anschließend führt der Demo-Zug über die Bleichstraße in die Schillerstraße, vorbei am Tblisser Platz zum Rathaus, zurück über die Wilhelm-Heinrich-Brücke bis in die Heuduckstraße.

Dort findet zeitgleich der Saarbrücker „Parking Day“ statt: Bei diesem Aktionstag wird der öffentliche Straßenraum kurzfristig gesperrt und umgewidmet, um darauf hinzuweisen, wie viel Raum parkende Autos in den Städten einnehmen. Laut Stadtverwaltung wird Oberbürgermeister Uwe Conradt (CDU) gegen 15.30 Uhr vor Ort sein, um mit den Anwohnern ins Gespräch zu kommen.

„Das Saarland steht bei der Mobilität besonders schlecht da“

Passend dazu steht bei den saarländischen Klimaaktivisten am Streiktag der Verkehr im Mittelpunkt. Sie fordern eine schnelle, sozial gerechte und ökologisch nachhaltige Mobilitäts- und Verkehrswende. „Das Saarland steht bei der Mobilität besonders schlecht da“, erklärt Julia Bost von FFF dazu. Alternativen zum Auto gebe es kaum, dies sei auch der Grund für die bundesweit höchste Pkw-Dichte. „Die SPD-Regierung zeigt keinen ernsthaften Willen, gegen diese große Abhängigkeit vom Auto vorzugehen. Und dies, obwohl die SPD vor der Landtagswahl der Forderung von Fridays for Future zustimmte, den Pkw-Verkehr zu halbieren", kritisiert Bost.

Kernelement nachhaltiger Mobilität sei ein gut funktionierender ÖPNV. Das bestehende Angebot aufrechtzuerhalten und auszubauen, sei dabei „absolut essentiell“, ergänzt Matthias Lattwein (FFF). „Beides gelingt nur mit dem nötigen Personal. Wir als Klimagerechtigkeitsbewegung solidarisieren uns mit allen Beschäftigten im ÖPNV, indem wir ihre Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen und gerechterer Bezahlung unterstützen."

„Klima-Camp“ in der Fußgängerzone geplant

Unterstützung erhält auch FFF – und zwar vom „Bündnis sozialverträgliche Verkehrswende“. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss von Umweltverbänden und Gewerkschaften, der auf Bundesebene schon länger existiert. Mitte August hat sich nun auch eine saarländische Gruppe gegründet. „Erstmals werden wir uns dort als Bündnis gemeinsam mit Arbeitskammer, BUND und ver.di vorstellen“, teilt Werner Ried, stellvertretender Landesvorsitzender des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) Saar mit.

Im Anschluss an den Klimastreik plant FFF zudem ein „Klima-Camp“. Dieses soll von Freitag, 15. September, bis Sonntag, 17. September, in der Fußgängerzone Obertor/Fassstraße stattfinden. Geplant seien Workshops und Mitmachaktionen, ein genaues Programm stehe allerdings noch nicht fest, erklärt Rune Becker (Parents for Future). Weitere Details werden jedoch in Kürze auf der Website von FFF Saar bekanntgegeben (siehe Online-Hinweis). Die Aktivisten werden laut Becker 24 Stunden vor Ort sein – eine Genehmigung, im Camp auch zu übernachten, stehe derzeit aber noch aus.

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