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Sommersemester Kinder-Uni 2019: Diese Schule macht mit

Kinder-Uni : Diese Schule fährt zur Kinder-Uni

Fünf Kinder der Grundschule Bergstraße-Röchlinghöhe in Völklingen haben der Redaktion der Kinderseite erzählt, wie sie das vergangene Semester der Kinder-Uni fanden und auf was sie sich im neuen besonders freuen.

Die Grundschule Bergstraße-Röchlinghöhe Völklingen ist einzigartig im Saarland. Während die anderen jungen Besucher der Kidner-Uni einzeln oder mit ein paar Freunden auf den Campus nach Saarbrücken fahren, reisen die Völklinger Schüler in einem Reisebus an.

Möglich ist das für die Dritt- und Viertklässler der Grundschule dank des Engagements der Schulsozialarbeiterin Susanne Gentes. Sie fährt seit elf Jahren jedes Semester zur Kinder-Uni. Zunächst nur mit ihrem Sohn doch seit einigen Jahren mit 30 Schülern der Völklinger Grundschule. „Das ist ein offenes Angebot an alle aus den dritten und vierten Klassen“, erklärt sie. „In diesem Jahr haben sich hauptsächlich Drittklässler gemeldet.“

Doch ein paar Viertklässler sind auch dabei. So etwa der zehnjährige Enes. Für ihn wird das Sommersemester bereits das vierte an der Kinder-Uni. Die Vorlesung, die ihm am besten in Erinnerung geblieben ist, hat er im vergangenen Sommersemester besucht. Da wurde mitten in der Vorlesung von Frank Spinath zum Thema Zwillinge eine Flasche Cola „gestohlen“. Die Detektivin kam mit zwei identisch aussehenden Verdächtigen zurück und auch ein Speicheltest blieb ergebnislos, da Zwillinge ja dieselben Gene haben. Aber zum Glück unterscheiden sich selbst bei eineiigen Zwillingen die Fingerabdrücke und so konnte die „Diebin“ überführt werden.

Erisa und Akasya (beide 9 Jahre) haben im vergangenen Semester das erste Mal die Kinder-Uni besucht und sind immer noch begeistert von ihren Erlebnissen. Etwa von der Vorlesung von Robert Ernst zum Thema Zellen im Körper. „Als wir die bunten Karten hochhalten sollten, hatte ich nicht alle Farben“, erzählt Erisa. „Ich hatte nur Rot und Grün.“ Da sie mit zu wenig Karten nicht an den Abstimmungen, die Robert Ernst mit seinen Studenten durchführte, mitmachen konnte, teilte Akasya ihre Karten mit ihr und die beiden hielten die bunten Zettel gemeinsam hoch. Akasya fand auch die letzte Vorlesung des Semesters sehr interessant. Da berichtete Peter Riemer den jungen Studenten, wie Odysseus dem einäugigen Riesen entkommen konnte. „Er hat das ganz spannend erzählt“, meint Akasya, die an diesem Tag zum ersten Mal etwas von Odysseus gehört hatte.

Diese Vorlesung hat auch Jannik besonders gut gefallen. Obwohl der Neunjährige alle Vorlesungen des Semesters sehr spannend und schön fand, ist ihm diese besonders in Erinnerung geblieben, da er hier etwas über Odysseus lernte, das er vorher noch nicht wusste. Allgemein findet er die Vorlesungen am spannendsten „wo man was sieht“.

Seinem Klassenkameraden Jannis hat die Magnetismusvorlesung von Matthias Nienhaus gefallen. „Da hab ich sehr viel Neues gelernt“, meint der Neunjährige. Von dieser und den anderen Vorlesungen hat er seinen Freunden, die nicht mitkamen, am nächsten Tag in der Pause erzählt.

Alle fünf möchten auch im kommenden Sommersemester wieder alle Vorlesungen besuchen. „Ich hatte vier Stempel auf meinem Ausweis und habe dann eine Urkunde bekommen“, erzählt Akasya stolz. Auch die anderen vier haben eine Urkunde sowie ein kleines Geschenk vom Team der Kinder-Uni erhalten, da sie auch alle vier Vorlesungen besucht hatten.

Und auf welches Thema freuen sich die fünf im kommenden Sommersemester am meisten? „Operationen“, erschallt es einstimmig. Auch wenn sie sich besonders auf die Vorlesung von Gregor Stavrou über den menschlichen Körper und Operationen freuen, sind sie auch auf die beiden anderen Vorlesungen von Christoph Krick und Nele Hartung gespannt. Denn auch das, was beim Lernen im Gehirn passiert, oder wie wir Sprechen lernen, sei sehr interessant. Überhaupt sei die Kinder-Uni immer spannend.

Doch für die Völklinger Schüler sind nicht nur die Vorlesungen interessant und eine besondere Erfahrung. Susanne Gentes fährt mit ihren 30 Schützlingen in einem Sonderbus zur Kinder-Uni. Möglich macht dies die Kinderhilfe Saar, die die meisten der Fahrten finanziert, so dass jedes Kind an dem Angebot teilnehmen kann. Die Eltern zahlen einen kleinen Beitrag, mit dem eine Hin- und Rückfahrt finanziert wird, den Rest steuert die Kinderhilfe bei. Und Susanne Gentes achtet auch darauf, dass sie immer sehr früh auf dem Campus ankommen, so dass sich alle Schüler in Ruhe die Stationen, die vor dem Audimax aufgebaut sind, anschauen und ausprobieren können. „Bei einem Experiment wurden weiße Steine in buntes Wasser gegeben und dann hat es ganz viel gequalmt“, erzählt Akasya begeistert.

Wer sich selbst ein Bild von der Kinder-Uni machen möchte, hat noch bis zum 20. April Zeit sich anzumelden. Wie genau das geht, erfahrt ihr rechts in der Infobox.

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