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Zahlreiche Apps vermitteln spielerisch Allgemeinwissen an den Nutzer.

Allgemeinwissen in der Tasche : Wie Apps spielerisch Wissen vermitteln

Früher wurden seitenweise Lexika gewälzt, um das eigene Allgemeinwissen zu verbessern. Heute funktioniert das per Fingerwisch auf dem Smartphone. Dazu gibt es zahlreiche Programme in verschiedenen Kategorien.

Bars, Restaurants und Theater sind zurzeit geschlossen und selbst der Kontakt mit dem Freundeskreis ist nur begrenzt möglich. Was also tun in der Freizeit?

Wie wäre es, einen Punkt anzugehen, der bei vielen schon sehr lange auf der To-Do-Liste steht: die Allgemeinbildung verbessern, um zum Beispiel bei politischen Themen endlich mitdiskutieren zu können statt nur schweigend zuzuhören oder um in den Nachrichten genannte Länder und Städte schneller einordnen zu können.

Die SZ-Internetredaktion hat eine Auswahl kostenloser Anwendungen zusammengestellt, die ihre Nutzer auf spielerische und anschauliche Art und Weise bilden und für die Betriebssysteme iOS von Apple und Android von Google zur Verfügung stehen.

Wissenstraining: Über 4000 Fragen

Die App Wissenstraining punktet mit ihrem großen Fragenkatalog. Foto: SZ

Die Quiz-App Wissenstraining testet und erweitert das Wissen der Nutzer und greift auf einen Katalog von über 4000 Fragen zu – beantwortet ein Spieler eine Frage falsch, wird die korrekte Antwort detailliert erläutert. Damit die Anwender der App nicht sofort frustriert aus dem Quiz aussteigen, können sie zu Beginn zwischen fünf verschiedenen Schwierigkeitsstufen wählen. Je nach bereits vorhandenen Kenntnissen. Außerdem stehen zehn Kategorien zur Auswahl und unter der Kategorie „Wissen verbessern“ können Nutzer zuvor falsch beantwortete Fragen trainieren. Etwas störend ist die Werbung, die nur beim Kauf der Premium-Version für 0,99 Euro im Monat, beziehungsweise für 5,99 Euro im Jahres-Abo verschwindet. Ein weiterer Vorteil der kostenpflichtigen Vollversion: regelmäßige redaktionelle Updates.

Allgemeinwissen Quiz: In 15 Sprachen

Bei einer richtigen Antwort gibt es weitere interessante Fakten dazu.  Foto: SZ

Auch die Anwendung Allgemeinwissen Quiz vermittelt Wissen spielerisch. Zum Start des Quiz, das in 15 verschiedenen Sprachen gespielt werden kann, erhalten Nutzer zehn Herzen. Wurde eine Frage beantwortet, wird dem Spieler ein „Fun Fact“ angezeigt – eine interessante Tatsache mit Bezug zu der vorherigen Frage. Ist die Antwort falsch, verliert der User eines seiner Herzen. Sobald keine mehr zur Verfügung stehen, stoppt das Quiz und der Nutzer hat zwei Optionen, an neue zu gelangen. Die eine ist das Glücksrad: Hier erhält der Spieler per Zufallsprinzip ein bis fünf neue Herzen. Sind diese dann aber ebenfalls aufgebraucht, dauert es eine Weile, bis das Rad wieder genutzt werden kann. Für die andere Option muss der User zum Geldbeutel greifen. Im Shop der App gibt es fünf Herzen für 1,09 Euro; 65 kosten 10,99 Euro. Auch diese App enthält Werbung.

Wo liegt das?: Geografie-Wissen

Wo liegt das? frischt das geografische Wissen des Nutzers auf. Foto: SZ

Wer speziell seine geografischen Kenntnisse vertiefen möchte, für den ist die App Wo liegt das? die richtige Wahl. Nutzer lernen nicht nur die genaue Lage unterschiedlichster Länder kennen, sondern beispielsweise auch deren Hauptstädte und bekannte Wahrzeichen. Die Applikation hat ebenfalls eine Quiz-Funktion mit Multiple-Choice-Modus, die sowohl alleine als auch mit mehreren Spielern genutzt werden kann. Außerdem gibt es den Spiel-Typ „Karte“, wobei die App einen beliebigen Ort nennt, der einem Punkt auf der Weltkarte zugeordnet werden muss. Zusätzlich ist jedes Land mit der zugehörigen Wikipedia-Seite verknüpft, sodass die Anwender bei Interesse mehr über ein Land erfahren können, als nur seine geografische Lage. Um die Werbung auszuschalten und alle Kategorien nutzen zu können, müssen Nutzer 2,99 Euro monatlich oder 19,99 Euro im Jahres-Abo zahlen.

Bundeszentrale für politische Bildung

Die Apps der Bundeszentrale für politische Bildung vermitteln auch historisches Wissen. Foto: SZ

Bildung to-go liefern auch die Apps der Bundeszentrale für politische Bildung. Beispielsweise veranschaulicht die Mauer-App die Geschichte der Berliner Mauer von Mauerbau bis Mauerfall mithilfe von Fotos, Videos, Texten, Tondokumenten und geführten Mauer-Touren. Die App Wahl-O-Mat zeigt Nutzern nicht nur an, welche Parteien den eigenen Positionen am nächsten stehen, sondern liefert mit dem Format „Wer steht zur Wahl“ auch Kurz-Profile aller Parteien. So werden die Nutzer darüber informiert, wer Landesvorsitzender ist, für welche Inhalte die Partei steht und wie viel Prozent der Stimmen sie bei der vergangenen Wahl geholt hat. Und wer hin und wieder beim Verstehen politischer Begriffe Schwierigkeiten hat, sollte sich die App bpb: Lexika herunterladen, die kurze und verständliche Beschreibungen und Definitionen liefert.

Memorando: Gedächtnistrainer

Die App Memorando will das die kognitiven Fähigkeiten des Nutzers verbessern. Foto: SZ

Damit all diese neuen Informationen auch wirklich abgespeichert werden können, trainiert die Applikation Memorado die kognitiven Fähigkeiten der User. Dazu fragt die App zunächst ab, wie alt der Nutzer ist und welche Bereiche genau er durch die Nutzung der Anwendung verbessern möchte. Danach wird ein persönliches Programm erstellt. Nun stehen dem User ein IQ-Test und mehrere Spiele zur Verfügung, die Gedächtnis, Konzentration, Reaktion, Logik und mathematische Fähigkeiten verbessern sollen. Allerdings sind nicht alle in der kostenlosen Variante enthalten – erst nach einem Upgrade auf die Vollversion gibt’s vollen Zugriff auf über 40 Denkspiele, 150 Meditationen und über 100 Schlafsitzungen. Diese Premiumversion kostet den Nutzer zwar 59,99 Euro im Jahres-Abo, führt nach Angaben der Entwickler aber auch zielsicher zu einem schärferen Verstand.