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Wie die Deutschen im Internet einkaufen

Wie die Deutschen im Internet einkaufen

Online-Shopping ist bei den Bürgern beliebt. Neben Klamotten werden auch Elektro-Geräte, Haushaltsgegenstände und sogar Möbel und Lebensmittel mit einem Klick nach Hause geordert. Mittlerweile wird jeder zehnte Euro im Handel über das Netz umgesetzt.

68 Prozent der Menschen über 50 Jahren tätigen mindestens einmal im Monat einen Einkauf über das Internet. Bei den unter 29-Jährigen sind es sogar 73,4 Prozent. Das geht aus einer Studie hervor, die das E-Commerce-Center Köln (ECC) zusammen mit dem Online-Shop OTTO unter 1016 Konsumenten durchgeführt hat.

Größere Unterschiede zwischen den Generationen gibt es bei der Wahl des Gerätes beim Online-Kauf: Während fast 22 Prozent der unter 29-Jährigen ihre Waren über mobile Geräte wie Smartphones ordern, sind es bei den über 50-Jährigen nur knapp über vier Prozent. Erklären lasse sich dies hauptsächlich über die Angst der Älteren vor mangelnder Sicherheit.

Des Weiteren kaufen junge Leute viel häufiger aus reiner Langeweile im Internet ein als die älteren Generationen: Ganze 25 Prozent stehen hier lediglich knapp drei Prozent gegenüber. Zudem gehen die älteren Generationen bei ihren Einkäufen geplanter vor. Nur 14 Prozent ihrer Bestellungen waren spontan. Bei den unter 29-Jährigen sind hingegen 21,5 Prozent der Einkäufe sogenannte Impulskäufe.

Die Studie enthüllt noch ein überraschendes Resultat: Frauen geben beim Online-Kauf von Elektronik-Geräten mehr Geld aus als Männer . Und Letztere bezahlen wiederum mehr beim Mode-Einkauf. Allerdings beziehen sich diese Zahlen lediglich auf die Summe des ausgegebenen Geldes pro Online-Kauf. Frauen kaufen jedoch doppelt so häufig Klamotten im Netz wie Männer . Und Männer kaufen etwa doppelt so häufig Elektronik-Geräte wie Frauen. Bezüglich der Motivation, einen Online-Shop zu besuchen, unterscheiden sich die Geschlechter ebenfalls deutlich. Frauen geben mit 14 Prozent doppelt so häufig an, Angebote oft schlicht aus Langeweile zu durchstöbern, wie Männer .

Insgesamt wird pro Kauf am meisten Geld für Einrichtungsgegenstände ausgegeben. Im Durchschnitt zahlen die Bürger dafür 230 Euro. Darauf folgen Elektro-Geräte mit durchschnittlich 197 Euro pro Einkauf und Produkte für Garten und fürs Heimwerken mit durchschnittlich 100 Euro.

Einen kontinuierlichen Bedeutungszuwachs erfährt in den letzten Jahren das Einkaufen über mobile Geräte wie Smartphones oder Tablet-PCs. Dennoch lässt sich mehr als jeder vierte Online-Shopper zwar durch das Smartphone inspirieren, wechselt danach aber an den PC oder Laptop, um dort die Bestellung zu tätigen. Hauptgründe seien dabei die unzureichende Bedienung, schlechte Lesbarkeit oder Unsicherheit beim Datenschutz. Laut der Studie kaufen Frauen fast doppelt so oft über das Smartphone ein als Männer mit etwa neun Prozent. Außerdem kaufen Menschen aus ländlichen Regionen mit 68 Prozent doppelt so oft mindestens einmal pro Monat im Internet ein wie Großstädter. Die Städter tätigen ihre Online-Einkäufe allerdings häufiger mit mobilen Geräten wie Smartphones .

Laut der Studie ist mehr als jeder sechste im Internet getätigte Einkauf nicht geplant. Von den spontanen Käufern lassen sich knapp 14 Prozent von Online-Werbung verleiten, etwa 13 Prozent besuchen einen Online-Shop auf Empfehlung von Freunden oder Bekannten hin. Fast 70 Prozent aller Konsumenten bleiben allerdings hauptsächlich zwei bis drei Online-Shops treu und bestellen nur selten bei anderen.

Bezüglich der Hilfestellung und Beratung beim Online-Kauf unterscheiden sich die Meinungen der Studienteilnehmer je nach Anliegen. Solange kein Problem vorliegt, bevorzugen die meisten Produktbeschreibungen, Bewertungen und Videos. Bei Beschwerden oder Problemen schätzen die meisten jedoch nach wie vor den persönlichen Kontakt zu einem Mitarbeiter des Online-Shops über Telefon oder Chat.