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WhatsApp-Alternativen fehlt es noch an Bedienkomfort

WhatsApp-Alternativen fehlt es noch an Bedienkomfort

Seit der Übernahme der Kurznachrichten-App WhatsApp durch Facebook suchen immer mehr Nutzer aus Datenschutzgründen nach Alternativen. Das berichtet die Fachzeitschrift Chip (Ausgabe 07/2014), die fünf Messenger getestet hat.

Die eine Alternative zu WhatsApp gebe es bislang nicht, so das Urteil. Zwar würden die anderen Anbieter meist höhere Sicherheit und Verschlüsselung bieten als Whats-App, bei Komfort und Verbreitung seien sie aber unterlegen.

Beste Alternative ist den Angaben nach die Schweizer App Threema (threema.ch/de) mit momentan rund 1,5 Millionen Nutzern. Das Sicherheitsversprechen des Programms ist mangels Quelloffenheit allerdings Vertrauenssache. Gelobt werden Komfort, Funktionsumfang und Verschlüsselung. Konkurrent Telegram (telegram.org) schneidet wegen Datenschutzbedenken schlechter ab. Zwar verspreche Telegram Sicherheit, lade aber ungefragt das Telefonbuch der Nutzer auf die Unternehmensserver. Kritik gibt es an der Verschlüsselung: Statt auf etablierte Standards zu setzen, nutzt Telegram eine Eigenentwicklung.

Der nur für Android erhältliche Messenger TextSecure (whispersystems.org) wird für seine Verschlüsselung gelobt. Die kostenlose App wurde auch von Edward Snowden empfohlen, der den NSA-Überwachungsskandal aufdeckte. Schwächen sind laut Chip mangelnder Komfort und die kleine Nutzerzahl.

threema.ch/de

telegram.org

whispersystems.org