Wer zu Weihnachten ein Handy kauft, sollte auf die Strahlung achten

Kostenpflichtiger Inhalt: Strahlungsbelastung durch Mobilfunk : Wie man sich vor Strahlung schützt

Smartphones sind ein beliebtes Weihnachtsgeschenk. Doch Käufer sollten auf die Strahlenbelastung der Geräte achten.

Der Markt für Smartphones wächst kontinuierlich weiter. Laut einer Prognose des Branchenverbandes Bitkom werden 2019 in Deutschland mit Smartphones 11,9 Milliarden Euro eingenommen, ein Plus von elf Prozent gegenüber dem bisherigen Rekordjahr 2018. Smartphones sind beliebte Weihnachtsgeschenke und werden auch dieses Jahr sicher auf so manchem Wunschzettel stehen. Doch sollten Käufer darauf achten, dass das Wunschgerät möglichst strahlungsarm ist, rät das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS).

„Ob ein Smartphone oder ein Tablet-Computer strahlungsarm ist oder nicht, lässt sich leicht an der sogenannten spezifischen Absorptionsrate, kurz SAR, erkennen“, erklärt Inge Paulini, Präsidentin des Bundesamtes für Strahlenschutz. Der SAR-Wert gibt an, wie stark sich die Strahlung eines Gerätes auf den menschlichen Körper auswirkt. „Das BfS ermittelt seit 2002 regelmäßig den SAR-Wert aktueller Handys und Smartphones und veröffentlicht die Werte. So kann jeder die Daten seines Gerätes abfragen und sich bei der Auswahl eines neuen Modells vorab über dessen Strahlungseigenschaften informieren“, sagt Paulini. „In der SAR-Liste des BfS sind strahlungsarme Geräte mit einem grünen Symbol gekennzeichnet.“ Die Hersteller der Handys geben den SAR-Wert in der Regel in der Gebrauchsanweisung an. Auch auf den Internetseiten der Handyhersteller sei diese Angabe oft zu finden.

Beim Mobilfunk werden hochfrequente elektromagnetische Felder zur Übertragung von Informationen eingesetzt, erklärt das BfS. Handys erzeugen diese Felder beim Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung direkt am Kopf. Diese elektromagnetischen Felder seien im Allgemeinen sehr viel stärker als die Felder, denen man beispielsweise durch Mobilfunkmasten in der Nähe ausgesetzt sei. Nach dem derzeitigen wissenschaftlichen Kenntnisstand reichen die international festgelegten Höchstwerte aus, um vor Gesundheitsrisiken zu schützen, so die Behörde. Allerdings seien manche Gesundheitsrisiken nach wie vor nicht ausreichend erforscht. So sei etwa nicht klar, welche gesundheitlichen Gefahren die langfristige Belastung (über zehn Jahre) mit elektromagnetischer Strahlung durch Telefonate mit dem Handy bei Erwachsenen mit sich bringt.

Aufgrund dieser wissenschaftlichen Unsicherheiten rät das BfS dazu, sich so wenig Handystrahlung wie möglich auszusetzen. Besonders wichtig sei es, die Strahlenbelastung von Kindern möglichst gering zu halten. Denn Kinder befinden sich noch in der Entwicklung und könnten deshalb gesundheitlich empfindlicher reagieren, erläutert das Bundesamt. Die Strahlenschutzbehörde empfiehlt daher, dass Kinder möglichst gar nicht mit dem Handy telefonieren sollten.

Wenn man die Wahl habe, solle man das Festnetztelefon statt des Handys zum Telefonieren nutzen, lautet ein Ratschlag der Behörde. Weiter solle man Telefonate mit dem Handy möglichst kurz halten. Das BfS rät außerdem davon ab, bei schlechtem Empfang zu telefonieren. Denn je schlechter die Verbindung zum nächsten Mobilfunkmast, desto stärker die Funkstrahlung, die das Gerät abgibt. Die Autokarosserie zum Beispiel verschlechtere die Verbindung und das Handy sende mit einer höheren Leistung, erklärt das Strahlenschutzamt.

Eine weitere Empfehlung lautet, mit einer Freisprecheinrichtung zu telefonieren. Denn die Handystrahlung sei deutlich schwächer, wenn man das Gerät nicht zu nah an den Körper halte. Eine Freisprecheinrichtung sorge dafür, dass gerade der Kopf einer geringeren Strahlung ausgesetzt sei. Daher empfiehlt die Behörde auch, Textnachrichten zu schreiben, statt zu telefonieren, da das Handy auch dann weiter vom Kopf entfernt ist.

Weitere Informationen zu Strahlungswerten, Empfehlungen zum Telefonieren mit dem Handy, Hinweise für die Nutzer von Smartphones und Tablet-PCs sowie Tipps zur Reduzierung der Strahlenbelastung gibt das BfS auf seiner Internetseite.

www.bfs.de/mobilfunk.