| 00:00 Uhr

Wann erwacht die Kometensonde Philae aus ihrem Kälteschlaf?

Nico Pointner

Köln/Paris. Die europäische Weltraumorganisation Esa hofft, in den nächsten Wochen wieder mit ihrem Landemodul Philae auf dem Kometen Churyumov-Gerasimenko Kontakt aufnehmen zu können. Der von der Kometensonde Rosetta abgesetzte Lander ging am 12. November des vergangenen Jahres auf dem Kometen nieder und befindet sich derzeit in einer Art Kälteschlaf. Er war nach einer beinahe verunglückten Landung an einer unerwartet schattigen Stelle zum Stehen gekommen, wo die Solarzellen nur wenig Energie erhalten, hatte nach 60 Stunden seine Batterien geleert und befindet sich seitdem im Winterschlaf.

Damit Philae wieder in Betrieb geht, müssen mehrere Bedingungen erfüllt sein, so das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (Köln). Zunächst müsse sich das Innere des Landers auf wenigstens 45 Grad Celsius erwärmen. Außerdem müssen die Solarpaneele mindestens 5,5 Watt elektrische Leistung liefern. In diesem Fall aktiviert der Bordcomputer seine Heizung, versucht die Batterie wieder aufzuladen und Kontakt mit der Muttersonde Rosetta aufzunehmen, die den Kometen umkreist.