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Vorsicht beim Verkauf alter Handys

Vorsicht beim Verkauf alter Handys

Wer beim Smartphone-Kauf sparen will, findet auf Online-Auktionsplattformen eine Auswahl von mehr als 80 000 gebrauchten Geräten zu günstigen Preisen. Dass die Verkäufer sich damit dem Risiko des Datenmissbrauchs ausliefern, wissen sie meist nicht.

Ein Experiment der Softwarefirma Avast hat kürzlich gezeigt, wie leicht man auf die persönlichen Daten des Smartphone-Vorbesitzers zugreifen kann.

Für die Untersuchung haben Mitarbeiter des Unternehmens 20 gebrauchte Mobiltelefone ersteigert, die vom Anbieter auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt wurden. Da diese Aktion nicht die Daten an sich, sondern lediglich die Einträge im Dateisystem löscht, konnte mithilfe von gewöhnlichen Datenrettungswerkzeugen eine enorme Menge persönlicher Daten - darunter beispielsweise Nacktfotos, E-Mails, Suchanfragen bei Google sowie ein Darlehensantrag - sichergestellt werden. In vier Fällen ließ sich aus den Daten sogar die Identität des Vorbesitzers ermitteln.

Um einem Missbrauch persönlicher Daten vorzubeugen, empfehlen die Experten eine Verschlüsselung. Diese dient grundsätzlich dazu, Informationen für Nicht-Berechtigte unlesbar zu machen und funktioniert - vereinfacht gesagt - folgendermaßen: mit einem Schlüssel verändert der Nutzer die Daten zu einer unverständlichen Botschaft. Erst bei erneuter Eingabe des Schlüssels sind die Informationen wieder lesbar.

Setzt der Besitzer das Smartphone vor dem Verkauf auf den Werkszustand zurück, wird der Schlüssel gelöscht. Somit ist eine Entschlüsselung - und damit der Zugriff auf die Daten - nicht mehr möglich.