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Vor dem Aus für Windows 7 am 14. Januar können Nutzer noch umsteigen

Support-Aus am 14. Januar : Das Ende für Windows 7 steht bevor

Die Unterstützung für das Betriebssystem endet in wenigen Tagen. Nutzer können immer noch kostenlos umsteigen.

Der Support für Windows 7 endet in wenigen Tagen am 14. Januar. Das System kann dann zwar immer noch verwendet werden, doch Sicherheitslücken stopft der Softwarehersteller Microsoft dann nicht mehr. Damit setzen sich alle, die bei Windows 7 bleiben, großen Sicherheitsrisiken aus. Nutzer sollten sich daher dringend um den Umstieg auf ein anderes Betriebssystem kümmern, rät die Computerfachzeitschrift c’t. Das weniger beliebte Windows 8.1 werde ab 10. Januar 2023 nicht mehr unterstützt. Auch wenn das noch ein wenig hin sei, können Nutzer schon über einen Umstieg nachdenken.

Die Zahl der neu entdeckten Sicherheitslücken als potenzielle Einfallstore für Trojaner oder Viren in Windows 7 steigt stetig an, erklärt c’t. Die Sicherheitsdatenbank CVE Details verzeichnet derzeit rund 1280 Sicherheitslücken in Windows 7. Davon wurden allein 250 im Jahr 2019 entdeckt. Schadprogramme nutzen solche Sicherheitslücken immer wieder aus. Wer also über den 14. Januar hinaus an Windows 7 festhalte, riskiere, seine Daten in große Gefahr zu bringen, sagt c’t. Hinzu komme, dass zahlreiche Softwarehersteller für die Nutzung ihrer Programme längst Windows 10 voraussetzen.

Wer auf das neuste Microsoft-Betriebssystem wechseln will, hat dazu mehrere Möglichkeiten. Nutzer können das bereits installierte Windows-7 in Windows 10 umwandeln, das System komplett neu installieren oder das neue Betriebssystem zusätzlich installieren und beide Systeme parallel verwenden.

Nutzer müssen sich in jedem Fall darauf einstellen, dass es einige beliebte Funktionen aus älteren Windows-Versionen in Windows 10 nicht mehr gebe, erläutert c’t. So sei das Windows Media Center, das Filme und Musik abspielen sowie Bilder anzeigen konnte, entfernt worden. Zudem fehle das altbekannte Windows-Startmenü. Bei der Bedienung gebe es jedoch keine großen Unterschiede. Wer mit Windows 7 umgehen könne, komme auch mit Windows 10 ohne Probleme klar, sagt c’t.

Egal für welche Methode sie sich entscheiden, Nutzer müssen das kostenlose Media Creation Tool bei Microsoft herunterladen. Damit lassen sich alle für den Umstieg nötigen Daten von Windows 10 herunterladen. Microsoft scheine mit dieser Methode einverstanden zu sein, erklärt die c’t. Dafür spreche zum einen, dass das Installationsprogramm von Windows 10 nach wie vor die Lizenzschlüssel von Windows 7 akzeptiere. Beim Lizenzschlüssel handele es sich um einen mehrstelligen Zahlencode, der denjenigen, der ihn eingebe, als Besitzer einer gültigen Windows-Lizenz kennzeichne, erklärt c’t. Auch die Server von Microsoft akzeptieren die Schlüssel noch, obwohl der Hersteller das problemlos abstellen könne.

Der Vorteil einer Umwandlung ist, dass Programme, Einstellungen und Daten unangetastet bleiben, was bei einer Parallelinstallation natürlich auch gilt. Dort bleibt sogar die gesamte vertraute Windows-7-Installation erhalten und ist immer nur einen Neustart weit entfernt. Wer Windows 7 in Windows 10 umwandeln will, dem raten die Experten dringend dazu, das System noch einmal zu überprüfen und insbesondere die Treiber noch einmal auf den neuesten Stand zu bringen, insbesondere kritische Treiber wie die für Grafikchip oder USB-Schnittstellen. Auch solle der Virenscanner deinstalliert werden, auch weil Windows 10 mit dem Defender einen ins System integrierten Virenschutz mitbringt.

Zu den ersten Griffen, die man bei einer neuen Windows-10-Installation vornehmen sollte, gehört ein Blick auf die Datenschutz-Optionen unter „Einstellungen/Datenschutz“. Dorthin gelangt man nach einem Klick auf das Windows-Symbol ganz unten links, gefolgt von einem Klick auf das Zahnrad-Symbol. Wer sich nicht selbst durch die diversen Menüs arbeiten möchte, kann auch ein Programm wie O&O ShutUp10 nutzen. Die Anwendung schlägt dem Nutzer Einstellungen zum Datenschutz vor und legt diese in den Windows-Optionen auch gleich fest.

Weil es keine Garantie gebe, dass der Wechsel in allen Fällen reibungslos vonstattengehe, müsse der PC-Besitzer vorsorgen, erklärt die c’t. Wer von Windows 7 oder 8.1 auf Windows 10 umsteigen wolle, solle unter allem eine Sicherungskopie seiner Daten anlegen. Das Fachmagazin bietet im Internet eine ausführliche Anleitung zur Installation von Windows 10 und zum Sichern der eigenen Daten an.

www.heise.de/-3892845

www.ct.de/backup