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Von der Leinwand auf den Laptop

Von der Leinwand auf den Laptop

Viele Film-Fans nutzen inzwischen sogenannte Streaming-Dienste im Internet. Es gibt zahlreiche Anbieter. Das Programm unterscheidet sich unter Umständen stark. Wer viele verschiedene Filme und Serien schauen möchte, muss entweder bei mehreren Diensten angemeldet sein oder den Anbieter regelmäßig wechseln. Das ist in der Regel problemlos möglich.

Es ist das typische Problem eines Serien-Fans: Ist die aktuelle Staffel am Ende, muss schnell neues Programm her. Eine Analyse der Stiftung Warentest im vergangenen Jahr ergab: Die Angebote der großen Online-Videotheken, sogenannter Streaming-Dienste, haben große Lücken. Das liege an den teils komplizierten Rechtevergaben, so Gunnar Schwan von der Stiftung Warentest . Die Rechte an der beliebten Serie "Game of Thrones" hält zum Beispiel der Dienst Sky, womit andere Anbieter aus dem Spiel sind.

Viele Dienste machen um ihre Film- und Serien-Auswahl ein Geheimnis. Sie versuchen, den Kunden mit besonders populären Filmen und Serien erst einmal zum Abo zu überreden, und gewähren erst dann einen vollständigen Einblick ins Programm. Amazon bildet hier eine Ausnahme. Über den Internet-Shop lassen sich Filme und Serien einfach suchen. Amazon verrät dabei direkt, ob diese im Abo beim eigenen Dienst Amazon Instant Video enthalten sind.

Netflix, Watchever oder Sky Online locken hingegen auf ihren Webseiten nur mit kleinen Ausschnitten des Programms. Um sich hier über das konkrete Angebot zu informieren, bedarf es Hilfe von außen. Webseiten wie werstreamt.es erlauben, das Angebot der Streaming-Dienste zu durchsuchen. Auch justwatch.com oder swyrl.tv bieten einen solchen Service. Damit fällt die Auswahl des richtigen Dienstes erheblich leichter.

Die gängigsten Streaming-Anbieter sind in Deutschland Amazon Instant Video, Netflix, Watchever, Maxdome und Sky Online (ehemals Snap), der Ableger des Bezahl-TV-Senders Sky. Alle Dienste bewegen sich bei den Kosten im selben Rahmen. Für die Basis-Abonnements werden acht bis zehn Euro pro Monat fällig. Alle Dienste bieten gegen einen Aufpreis zusätzliche Optionen an, etwa eine bessere Auflösung, ein erweitertes Film-Paket oder die Möglichkeit, auf mehreren Geräten gleichzeitig zu schauen. Alle lassen sich monatlich kündigen.

Eine Ausnahme stellt hier wieder Amazon dar. Kunden von Amazon Prime können das Video-Angebot für 49 Euro pro Jahr nutzen. Sie verpflichten sich dann allerdings auch für zwölf Monate.

Abgesehen von Amazon Prime Video haben alle Anbieter ähnliche Bedingungen bei der Kündigung, die genau in den allgemeinen Geschäftsbedingungen festgehalten sind. Ob bei Watchever, Maxdome oder Netflix: Überall lässt sich das Abo unkompliziert über das Kundenkonto auf der Webseite kündigen. Dazu muss nur ein Stichtag eingehalten werden. Meist liegt er drei Tage vor dem nächsten Abbuchungsdatum. Der Rechtsanwalt Ansgar Koreng von der Berliner Kanzlei JBB rät daher, frühzeitig zu kündigen und auf den Erhalt einer Kündigungsbestätigung zu achten. Sollte es über die Webseite des jeweiligen Anbieters Probleme bei der Kündigung geben, rät er zu einer schriftlichen Kündigung per Fax oder Einschreiben. Eine E-Mail sei häufig kein probates Mittel, da der Eingang in der Regel nicht nachgewiesen werden könne.

In allen Fällen ist es möglich, die gekündigten Abos später wieder aufzunehmen. In manchen Fällen machte der Anbieter es sogar besonders schmackhaft. Bei der Rückkehr winken Gratis-Monate und Preisnachlass. Alle Anbieter bieten eine Probezeit an, meist 30 Tage. Wer sich nur für einen kleinen Teil im Angebot eines Dienstes interessiert, oder einfach mal das Angebot prüfen möchte, kann das ausnutzen. Auch für die Probezeit gilt eine Kündigungsfrist. Rechtsanwalt Koreng rät dazu, genau die Bedingungen durchzulesen.

Zum Thema:

Auf einen BlickDie Basisversionen der Streaming-Dienste Netflix, Amazon Instant Video und Maxdome kosten jeweils 7,99 Euro pro Monat. Der Anbieter Watchever verlangt 8,99 monatlich, für Sky Online müssen Kunden 9,99 Euro überweisen. als