Viele Webseiten deutscher Firmen sind unsicher

Leichtes Ziel für Cyberangriffe : Viele Firmen-Webseiten sind unsicher

Fast jede fünfte Webseite von kleinen und mittelständischen Unternehmen in Deutschland weist „eklatante Sicherheitsmängel“ auf. Das zeigt eine aktuelle Analyse des Projekts „Siwecos“, bei dem der Internetverband Eco mit der Ruhr-Universität Bochum zusammengearbeitet hat.

Insgesamt sind demnach 52 Prozent der geprüften Netzauftritte nicht optimal konfiguriert und damit potenzielles Ziel von Cyberangriffen. Das Gemeinschaftsprojekt untersuchte die Internetseiten 1100 deutscher Unternehmen.

Lediglich 67 Prozent von ihnen nutzten demnach das Protokoll HTTPS, welches jegliche Datenübertragung verschlüsselt, um zu verhindern, das Unbeteiligte Inhalte und Passwörter mitlesen können. Auch vor Phishing-Angriffen schützten sich viele Betreiber nicht: 41 Prozent der untersuchten Websites hätten maschinell auslesbare Telefonnummern auf ihrer Startseite, 44 Prozent E-Mail-Adressen im Klartext. Cyberkriminelle oder Spammer griffen solche Informationen gerne automatisiert von Websites ab, so die Autoren des Berichts.

In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov unter 255 IT-Verantwortlichen in kleinen und mittelständischen Unternehmen schätzen weniger als die Hälfte der Befragten, dass ihr Internetauftritt sicher oder sehr sicher ist. 39 Prozent halten demnach ihre Webseite nur für teilweise sicher und elf Prozent für unsicher. Zwölf Prozent der Webseiten seien bereits angegriffen worden. Viele Firmen wüssten nicht, dass die Software hinter der ihrem Netzauftritt, das Content Management System (CMS), über das die Internetseite mit Texten und Bilder versorgt wird, Sicherheitslücken habe, sagt Peter Meyer vom Eco.

(dpa)
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