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Viele Laptops stehen den großen Computern heute in Nichts mehr nach

Stiftung Warentest : Leistungsstarke Rechner für unterwegs

Viele Laptops stehen den großen Computern heute in Nichts mehr nach und erbringen ähnlich viel Leistung.

Ob im Zug, an der Uni oder bei geschäftlichen Terminen außer Haus – mobile Computer gehören für viele Menschen zu ihren täglichen Wegbegleitern. Die „Stiftung Warentest“ hat 28 verschiedene Produkte geprüft. Diese lassen sich, je nach den Bedürfnissen ihrer Nutzer, in drei Bauformen einteilen.

Zum einen gehören dazu die sogenannten Ultrabooks, besonders dünne und leichte Notebooks mit Intel-Prozessoren. Diese seien vor allem für Benutzer geeignet, die häufig unterwegs sind, trotzdem einen leistungsstarken Computer benötigen, den sie häufig transportieren und die am liebsten klassisch mit Tastatur und dem Mauszeiger arbeiten.

Convertibles seien dagegen für diejenigen zu empfehlen, die ihren Rechner sowohl wie ein Ultrabook als auch wie ein Tablet nutzen wollen. Die flexiblen Geräte lassen sich wahlweise mit Mauszeiger und Tastatur, aber auch per Touchscreen und Stift bedienen. Sie können umgeklappt und so ganz unterschiedlich aufgestellt werden. Convertibles sind flacher und leichter als klassische Notebooks.

Zudem wurden Tablets mit Tastatur für die Betriebssysteme Windows 10 und„MacOS geprüft. Diese Geräte sind laut Stiftung Warentest besonders für Kreative geeignet, die am meisten mit den Fingern oder einem digitalen Stift arbeiten, aber dennoch eine abnehmbare Tastatur haben möchten. Sie gelten daher als „Die Flexiblen“. Außerdem sind sie flach und leicht.

„Alle Rechner, die im Test gegeneinander antreten, punkten mit flachem Design, geringem Gewicht und leistungsstarker Ausstattung“, urteilt die Verbraucherorganisation. Wer Wert auf eine gewisse Ausstattung lege, müsse für die Geräte etwas tiefer in die Tasche greifen und zwischen rund 800 und 1800 Euro hinlegen. Mitunter ist das kein billiges Vergnügen. Aber: Die Investition lohne sich, so die Stiftung Warentest weiter.

In der Rechenleistung, Displayqualität und der Akkulaufzeit gebe es zwischen den Produkten kaum Unterschiede. Vielmehr seien die Nutzungsgewohnheiten der Käufer entscheidend, ob für sie eher Convertibles, Ultrabooks oder Tablets mit Tastatur geeignet sind. Neben der Bauform könnten einzelne Ausstattungsmerkmale entscheidend sein, so die Stiftung Warentest. So würden gerade bei sehr flachen Geräten die Nutzer so manchen Anschluss vermissen. Wer einen solchen für ein Netzwerk benötige, finde diesen nur bei vier der 28 geprüften Produkten. So lässt sich der Anschluss zum Beispiel beim Fujitsu Lifebook U939X aus dem Gehäuse heraus klappen.

Alle 28 Geräte erhalten im Gesamturteil ein „Gut“. Bei den Ultrabooks und Convertibles kommt der Testsieger auf die Note 1,7, das „Schlusslicht“, der Ideapad
C340-14AP von Lenovo auf eine 2,2. Am besten schneidet das Apple Macbook Pro 13 ab. Mit rund 1640 Euro liegt das Ultrabook in der oberen Preisklasse. Das Modell meistere „auch anspruchsvolle Aufgaben ohne Probleme und hat ein tolles Display“, urteilen die Tester. Zudem habe das Produkt in den Prüfpunkten Funktionen und Ton als einziges ein „Sehr gut“ erhalten und sei hochwertig verarbeitet. Der Testsieger ist darüber hinaus das einzige Produkt mit einem MacOS-Betriebssystem, alle anderen laufen unter Windows 10.

Fast genau so gut wie der Testsieger schneiden zwei Modelle des Herstellers Dell ab. Das XPS 13 9380 6D67M kostet rund 1 200 Euro, ist damit deutlich preiswerter als der Sieger und punktet mit der besten Akkuleistung im Test. Auch der Akku des besten Convertibles, Dell XPS 13 2-in-1 (7390), sei sehr gut. Zudem verfüge das etwa 1660 Euro Modell über ein „brillantes Display“ und einen modernen Intel-i5-Prozessor

Als Preistipps empfehlen die Tester bei den Ultrabook das für rund 960 Euro erhältliche Lenovo Think Book 13s. Es habe zudem einen üppigen Speicher, eine sehr gute Tastatur und sei hochwertig verarbeitet, so die Verbraucher-Organisation. Bei den Convertibles biete das HP Envy x360 für 850 Euro ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Auch sei das Gerät recht leicht, mit einem AMD-Prozessor und einem 512-Gigabyte-SSD-Speicher ausgestattet. Diese seien robuster als klassische HDD-Festplatten, da sie keine mechanischen Bauteile besitzen, erklären die Tester.

Bei den noch flexibler nutzbaren Tablets mit Tastatur wurde das Produkt Microsoft Surface Pro 6 für 1140 Euro zum Besten gekürt. „Das Vorjahresmodell ist immer noch top, besonders dank ordentlicher Akkulaufzeit“, lautet das Urteil. Allerdings verfüge es nicht über einen USB-C-Anschluss.

Das neue Microsoft Surface Pro 7 hat diesen und daneben auch einen moderneren i5-Prozessor. Das Gerät kostet allerdings rund 1340 Euro und somit etwa 200 Euro mehr und schneidet mit der Note 2,0 im Gegensatz zur 1,9 seines Vorgängers ein wenig schlechter ab.