Vernetzte Heizungen lohnen sich nur selten

Geringe Kostenersparnis : Vernetzte Heizungen selten sinnvoll

Per App regelbare Thermostate lohnen sich nur unter bestimmten Bedingungen.

Zu einem vernetzten Zuhause („Smart Home“) können auch per Handy-App steuerbare und mit dem Internet verbundene Thermostate gehören. Die Computer-Fachzeitschrift „c‘t“ hat fünf Modelle, die per Smartphone oder Browser zu bedienen sind, auf den Prüfstand gestellt. Alle konnten per Fernzugriff über das Internet reguliert werden, waren mit Zeitplänen konfigurierbar und konnten die Anwesenheit von Personen erkennen. Die Geräte waren zudem in ein bestehendes Smart-Home-System integrierbar und über einen Sprachassistenten steuerbar. Der Test ergab, dass alle Modelle einen deutlichen Komfortgewinn gegenüber den üblichen manuellen Thermostaten bieten. Eine Kostenersparnis habe sich allerdings nicht immer eingestellt. Hier komme es nicht allein auf den Thermostat an. Es wirkten mehrere Faktoren zusammen, etwa die Größe des Heims, Dämmung und die Art des Heizsystems.

Fußbodenheizungen reagierten beispielsweise zu träge, um von einer kurzfristigen Anpassung der Temperatur zu profitieren. Hier können vernetzte Thermostate laut „c’t“ sogar kontraproduktiv sein. Wer gewohnheitsmäßig beim Verlassen der Wohnung und nachts die Heizung herunterdrehe, spare durch ein fernsteuerbares Gerät ebenfalls nichts ein, so die Tester. Die Wahl des Modells sollten Verbraucher gegebenenfalls auch von der bestehenden Smart-Home-Ausstattung abhängig machen. Bei einem Regler bemängelten die Tester, dass viele Funktionen nur per Abo verfügbar sind.

(dpa)
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