| 21:11 Uhr

Dienst setzt auf Abschreckung
Twitter will härter gegen Missbrauch vorgehen

San Francisco.  Der Kurznachrichtendienst Twitter will es Nutzern schwieriger machen, die Plattform für Falschnachrichten, Propaganda und anonyme Attacken zu missbrauchen.

Twitter werde künftig beim Einrichten eines neuen Profils die Bestätigung einer E-Mail-Adresse oder einer Telefonnummer verlangen, teilt der Dienst mit. Das soll die Betreiber automatisierter Systeme abschrecken, die oft zehntausende Accounts steuern. Twitter kämpft schon seit Jahren gegen Betreiber solcher sogenannter Spambot-Netzwerke.


Laut Twitter können kritische ­Accounts jetzt besser identifiziert werden. Im Mai seien pro Woche rund 9,9 Millionen Accounts ausgemacht worden, die verdächtigt wurden, Spam zu versenden. Im Dezember seien es lediglich 6,4 Millionen Profile wöchentlich gewesen. Zugleich sei die Zahl täglicher Beschwerden über Spam-Tweets auf 17 000 im Mai von 25 000 noch im März gesunken, heißt es weiter.