1. Leben
  2. Internet

Suchoperatoren helfen, den gewünschten Treffer bei Google zu finden.

Suchoperatoren bei Google : Punkt, Punkt, Komma, Strich . . .

Suchmaschinen wie Google finden Informationen zu jedem Thema – doch die Trefferlisten scheinen manchmal endlos. Mit sogenannten Suchoperatoren lässt sich die Auswahl erheblich eingrenzen.

Google weiß alles“ – so oder so ähnlich heißt häufig die Antwort auf eine gestellte Frage. Aus der Fülle an Informationen und Webseiten die passende herauszufiltern, ist aber nicht gerade einfach. Egal welchen Suchbegriff der Nutzer eingibt, Google findet mehrere Millionen Ergebnisse. Doch wer planlos drauflos sucht, surft an der passenden Antwort vorbei oder findet sie nicht. Es gibt Tipps und Tricks, wie die Suche angepasst werden kann und unerwünschte Ergebnisse von vorneherein ausgeschlossen werden. Suchmaschinen lassen sich mit einigen einfachen Kommandos dazu bringen, die Suche gezielt einzugrenzen. Die SZ-Internetredaktion hat eine Liste dieser sogenannten Operatoren zusammengetragen. Obwohl Google der Platzhirsch unter den Suchmaschinen ist, funktionieren die meisten Operatoren auch bei anderen Anbietern, wie Yahoo oder Bing.

Um die wirklich gesuchten und interessanten Ergebnisse zu finden, ist der wichtigste Ratschlag vorab immer, den Text im Suchfeld so genau wie möglich zu fassen. Dabei spielt es keine Rolle, ob groß oder klein geschrieben wird, die Suchmaschine liefert immer dieselben Ergebnisse. Je mehr Informationen es gibt, desto genauer werden die Treffer. Auch ganze Sätze können hilfreich sein, wenn die Suche beispielsweise lautet. „Wo buche ich meine Reise in der Bretagne“, werden die Ergebnisse größtenteils passend sein. Wenn die Suche breiter angelegt sein soll, sind allerdings Schlagwörter, wie „Urlaub, Bretagne, Hotel“ sinnvoller und liefern mehr Treffer.

Suchergebnisse können gefiltert werden, um die Liste der vorgeschlagenen Seiten einzugrenzen. In dem Reiter Suchoptionen können Ergebnisse auf deutschsprachige Webseiten, ältere Artikel oder regionale Informationen eingegrenzt werden. Besonders praktisch ist auch die Einstellung „Wortwörtlich“ anstatt „alle Suchergebnisse“. So kann sogar nach Wörtern mit Rechtschreibfehlern gesucht werden, die sonst verwendeten Rechtschreibvorschläge von Google gibt es dann nicht. In diesem Zusammenhang kann es interessant sein, mit Hilfe von Anführungszeichen („“) nach einem konkreten Satz oder mehreren Wörtern zu suchen. Die Anführungszeichen geben der Suchmaschine den Auftrag, dass das Ergebnis dem Suchauftrag präzise entsprechen muss. . Bei der sogenannten Phrasensuche können somit mehrere Wörter mit Anführungszeichen umschlossen werden, damit nur Treffer von Webseiten angezeigt werden, die genau diese Zeichenfolge beinhalten.

Zusätzlich kann nach Kategorien unterschieden werden, etwa nach Bildern, Videos oder Nachrichten. Nachdem der Begriff eingegeben ist, klickt man dazu einfach auf die Kategorie „News“, dann werden die aktuellsten Beiträge zum Suchbegriff angezeigt. Hier lassen sich dann auch beim Online-Kauf die aktuellsten Produkte und Preise leichter finden.

Da man in der Regel nicht der Erste ist, der nach einem Begriff googelt, reicht es häufig aus, nur Teile der Suche einzugeben. Findet Google den passenden Text, werden die Suchergebnisse automatisch eingeblendet.

Es gibt noch viele weitere kleine Stellschrauben, die zu einer exakteren Trefferliste führen. Viele sind kaum bekannt. Um zum gewünschten Ziel zu gelangen, genügt häufig die Kombination der Suchbegriffe mit den Wörtern „And“ oder „Or“. Wer beispielsweise Informationen zu Apple und Samsung möchte, sollte nach Apple „and“ Samsung suchen. So werden Ergebnisse geliefert, die beide Begriffe enthalten. Wer nach Apple „or“ Samsung sucht, bekommt Treffer, die einen der beiden Begriffe enthalten. Dieselbe Funktion wie „Or“ hat auch das sogenannte Pipe-Zeichen (|), ein senkrechter Strich. Eine ähnliche Funktion wie „And“ hat auch das Pluszeichen (+), das die Suche nach mehreren Begriffen ermöglicht. Das entspricht der normalen Standardsuche.

Wird ein bestimmter Film oder ein Lied gesucht, von dem nur noch ein Teil des Namens bekannt ist, können Platzhalter, wie das Sternchen, helfen. Dieses Prinzip wird auch Wildsuche genannt. Sucht man beispielsweise den Film „Der Herr der Ringe – Die Rückkehr des König“ und erinnert sich nur teilweise, reicht auch die Suche nach „Der Herr* Rückkehr *“, um die passenden Ergebnisse angezeigt zu bekommen. Auch wer möglicherweise nach Ideen für ein passendes Nudelrezept sucht, kann „Nudeln mit *“ eintippen und bekommt Vorschläge angeboten. Ähnlich funktioniert der Punkt (.) .Er ist dazu da, ein Wort, dass einem nicht einfällt, in einer Suchanfrage zu ersetzen.

Ebenso hilfreich kann es sein, Begriffe bei der Suche auszuschließen, denn oft werden viele Ergebnisse eingeblendet, nach denen gar nicht gesucht wurde. In diesem Fall rät die Stiftung Warentest, den gewünschten Suchbegriff einzugeben, ein Minuszeichen (-) zu setzen, gefolgt von dem Begriff, der ausgeschlossen werden soll. Sollen nur Informationen von Microsoft gezeigt werden, nicht aber von Windows, lautet die passende Suche „Microsoft - Windows“. Nach diesem Schema lassen sich sogar ganze Internetseiten von vorneherein ausschließen. Die Suche könnte in diesem Fall lauten: „Windows 10 –site:microsoft.com“. Diese Kombination sorgt dafür, dass im Internet nach dem Begriff Windows 10 gesucht wird – außer auf den Seiten von microsoft.com. Auch anstößige Seiten können mit einem einfachen Trick herausgefiltert werden, wenn man vor den gewünschten Suchbegriff „safesearch:“ (sichere Suche) setzt. Pornografische Seiten werden dadurch in aller Regel vermieden.

Wer sich nur für einen ganz bestimmten Aspekt eines Themas interessiert und genau weiß, wonach er sucht, kann sich die Arbeit erleichtern. Sucht eine Person beispielsweise Informationen rund um das Coronavirus und mögliche Krankheitssymptome, kann der Suche der Zusatz „allintext:“ vorangestellt werden. So ist sichergestellt, dass alle Begriffe auf einer Webseite angezeigt werden und nicht einfach wahllos Ergebnisse auftauchen, die sich irgendwie mit dem Thema befassen. Nach dem gleichen Prinzip kann man viele Suchoptionen benutzen. Vor den Suchbegriff gesetzt lässt sich so die Suche verfeinern. Das klappt beispielsweise auch mit Artikeln eines Autors („allinpostauthor:), gesuchten Begriffen in einer Überschrift oder einem Titel (allintitle:) und mit Suchergebnissen, die die gewünschten Begriffe im Linktext enthalten (allinanchor:) . Auch nach Inhalten, die sich auf ganz bestimmte Orte beziehen (loc:) oder die Suche nach Wetterinformationen, bezogen auf einen Standort (weather:), lassen sich dadurch leicht finden. Wird der Suchparameter „insubject“ in Verbindung mit einem Begriff eingetippt, liefert Google nur Diskussionen zu dem Thema in verschiedenen Google-Gruppen, die das Wort im Namen der Diskussion haben. Man kann sich auch weitere Informationen zu Webseiten anzeigen lassen, indem vor eine URL der Operator „info“ oder „id“ gesetzt wird. Auch wer Informationen oder Nachrichten einer bestimmten Quelle oder Zeitung haben möchte, kann den Namen der Quelle mit der Suchoption „source“ verbinden. Dann liefert Google lediglich Artikel, Berichte und Informationen, die speziell von dieser Quelle stammen.

Sucht man nach reinen Worterklärungen oder Definitionen von Begriffen und möchte keine langen wissenschaftlichen Abhandlungen durchforsten, reicht es aus, den Begriff „define:“ (definiere) vor die Suche zu stellen. Will man also eine Definition des Coronavirus, sollte die Suche „define:Coronavirus“ lauten. Wenn man anstatt einer exakten Definition eher an einer Umschreibung oder einem Synonym interessiert ist, kann die sogenannte Tilde (~), auch Wellensymbol genannt, nützlich sein.

Es kann auch vorkommen, dass man sich nur an ein bestimmtes Thema erinnert und noch genau weiß, dass man davon beispielsweise schon einmal ein PDF-Format oder ein Bild im Netz gesehen hat. So könnte es sein, dass eine Person einen PDF-Artikel vom letzten Fußball-Weltmeisterschaftsendspiel sucht, dann kann einfach nach „WM-Finale filetype:PDF“ gesucht werden. Das gleiche funktioniert auch mit Webseiten. Nach diesem Schema lassen sich alle gängigen Dateiformate, wie Word-Dokumente (docx oder doc), Excel-Tabellen (xls oder xlsx) und auch Power-Point-Präsentationen (ppt und pptx) durchforsten.

Manchmal kann es auch sein, dass die Suche auf Google erfolgreicher ist, als diejenige auf einem bestimmten Portal. Wird beispielsweise auf der Seite preisvergleich.de ein bestimmtes Smartphone gesucht, kann die Suche auf Google „site: preisvergleich.de Samsung Galaxy“ lauten.

Eine weitere nützliche Funktion grenzt die Suche nach Zeiträumen oder Zahlen ein. Will man beispielsweise die Deutschen Meister im Fußball der 1960er und 1970er Jahre wissen, verbindet man die beiden Zahlen durch zwei Punkte (..) in der Mitte. Die Suche würde dann lauten: „Deutsche Fußballmeister 1960..1979“.

Eine besonders nützliche Spielerei ist auch der Online-Währungsrechner. Sucht ein Nutzer nach Rechenergebnissen, Währungen oder anderen Einheiten, kann direkt in der Maske umgerechnet werden. Die passende Frage könnte dann beispielsweise lauten, „Wie viel Pfund sind 100 Euro?“ oder „zwölf Prozent von 500“.

Jedem dürfte schon einmal aufgefallen sein, dass, sobald nach einem bestimmten Produkt oder einer Reise gesucht wird, plötzlich auf anderen Internetseiten oder in sozialen Netzwerken Werbung zu genau den zuvor gesuchten Themen erscheint. Das liegt daran, dass Google sich die Vorlieben und Eigenschaften seiner Anwender merkt und personalisierte Profile erstellt, um anschließend passgenaue Werbung und Seiten einzublenden. Wen das stört, der kann auch etwas dagegen tun. Wer neutrale Suchergebnisse ohne Personalisierung und Speicherung der eigenen Daten möchte, kann mit seinem Internetbrowser in den Inkognito-Modus wechseln. In diesem Fall speichert die Suchmaschine weder Suchergebnisse noch persönliche Daten. Diese werden dann auch nicht an die Google-Dienste weitergegeben. So lässt sich vollständig anonym im Internet stöbern und man bekommt eine Trefferliste, die nicht personalisiert wurde.

Die Suchoperatoren sind leicht einsetzbar und können eine Google-Suche vereinfachen und beschleunigen. Allerdings muss bedacht werden, dass nicht jeder Suchbegriff in Kombination mit den Operatoren zu entsprechenden Ergebnissen führt. Denn Google erkennt diese Kombination nicht immer.