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Streit zwischen Versicherungen und Check24 vor Gericht

Streit zwischen Versicherungen und Check24 vor Gericht

Das Landgericht München beschäftigt sich am Mittwoch mit einer Klage von Versicherungsvertretern gegen das Online-Vergleichsportal Check- 24. Der Bundesverband Deutscher Versicherungskauflaute wirft Check24 eine Irreführung der Verbraucher vor.

Check24 stelle sich als verbraucherfreundliches Preisvergleichsportal dar. Tatsächlich handele es sich aber wie bei anderen Anbietern auch um ein Vermittlungsportal, das wie ein Makler arbeite und bei Vertragsabschluss Provisionen kassiere. Dies sei auf den ersten Blick für die Verbraucher jedoch nicht erkennbar.

Für den Prozess ist nach Angaben einer Gerichtssprecherin zunächst nur ein Termin angesetzt. Ob bereits am Mittwoch eine Entscheidung getroffen wird, ist unklar. Check24 hat nach eigenen Angaben bei der letzten Wechselrunde allein rund 950 000 Kfz-Verträge vermittelt. Das Portal erhält von den Versicherungen eine Gewinnbeteiligung für jeden abgeschlossenen Vertrag. Aus Sicht der Versicherungskaufleute müsste die Plattform konkret darauf hinweisen. Mehr Transparenz bei Vergleichsportalen fordert auch die Politik. Hessen hat dazu eine Bundesratsinitiative gestartet. Die Portale sollen künftig die Provisionen offenlegen, die sie von den Produktanbietern kassieren.