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Stiftung Warentest hat Smartwatches genauer unter die Lupe genommen

Smartwatches im Test : Intelligente Uhren auf dem Prüfstand

Computeruhren sind heute mehr als nur Kommunikationshelfer. Sie sollen den Träger auch beim Training unterstützen.

Die intelligenten Uhren erfreuen sich in Deutschland großer Beliebtheit. 2019 wurden hierzulande 2,8 Millionen sogenannter Smartwatches verkauft. In diesem Jahr wird voraussichtlich die Drei-Millionen-Marke übertroffen. Davon geht das Marktforschungsunternehmen Euromonitor International aus. Laut einer Umfrage des Digitalverbandes Bitkom messen 28 Prozent der Träger mit der Smartwatch ihre Gesundheitsdaten wie Puls, körperliche AKtivität oder Kalorienverbrauch. Vorwiegend wollen Nutzer von der Uhr allerdings über Kurznachrichten informiert werden. Das gaben 85 Prozent der Befragten an.

Smartwatches am Handgelenk sollen eine Ergänzung zum Smartphone sein, damit das Gerät nicht immer dabei sein muss, wenn der Träger beispielsweise durch den Wald joggt. Viele Funktionen eines Handys besitzt auch die intelligente Uhr. Mit einigen Modellen kann der Besitzer zum Beispiel telefonieren und Kurznachrichten verschicken. Die Hersteller erweitern stetig ihr Angebot und die Uhren werden mit jeder neuen Generation talentierter. Auch in diesem Jahr erschienen einige neue Computeruhren. Stiftung Warentest hat die Neuheiten unter die Lupe genommen und roße Unterschiede festgestellt.

Zum Test traten an: Zwei Uhren des Herstellers Garmin sowie je eine von Polar, Samsung, Suunto, Fossil, Huawei, Honor, Swisstone, Huami und Xlyne. Der Wunsch nach Fitness und Kommunikation lässt sich nach dem Urteil der Tester auch für kleines Geld erfüllen – mit Abstrichen. Die Swisstone SW 750 Pro werde bereits für 89 Euro angeboten und liefere gute Fitnessdaten. Beim Thema Kommunikation zeigte sie im Test jedoch Schwächen. So wurden lange Textnachrichten nicht vollständig angezeigt. Die Bestnote in Sachen Kommunikation erhielt die Galaxy Watch 3 von Samsung. Sie sei sehr gut für Telefonate und Musikwiedergabe. Es gibt aber auch Minuspunkte: „Mit ihrer Pulsmessung lag sie nicht selten daneben“, erklärt Stiftung Warentest. Durchschnittlich lagen die Abweichungen bei acht Prozent. Die genauesten Pulswerte erhielten die Tester von der Smartwatch Fossil The Carlyle HR Gen 5. Die meisten Geräte seien entweder Kommunikationstalent oder Fitnesspartner, beides zusammen sei selten. Wer keine Abstriche machen will, muss tief in die Tasche greifen. Der Testsieger des Herstellers Garmin, der Alleskönner Fenix 6 Pro, schlägt laut Stiftung Warentest mit 560 Euro zu Buche – der teuerste Kandidat im Rennen.

Ein weiteres Augenmerk der Tester lag auf der Akkulaufzeit. Die getesteten Uhren von Garmin, Polar und Xlyne entpuppten sich als Dauerläufer. Bei normaler Aktivität ohne Pulsmessung hielten die Smartwatches bis zu zwei Wochen durch. Im Trainingsmodus mussten sie nach 24 Stunden aufgeladen werden. Der Samsung Galaxy Watch 3 ging nach zwei Tagen die Puste aus, wenn sie als Schrittzähler in Verbindung mit dem Smartphone verwendet wurde. Bereits nach sieben Stunden war Schluss, wenn die Uhr im Trainingsmodus Puls maß und gelaufene Strecken via Satellit aufzeichnen sollte.

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