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Stiftung lesen verlegt Tag des Buches dank Corona ins Internet

Welttag des Buches : Der „Welttag des Buches“ wird dieses Jahr online gefeiert

Der „Welttag des Buches“ am Donnerstag wird in Deutschland trotz der seit Montag wieder möglichen Öffnung von Buchhandlungen weitgehend mit digitalen Aktionen begangen.

„Es gilt ja weiter das Kontaktverbot. Live-Veranstaltungen in Buchhandlungen werden nicht stattfinden können“, sagt Franziska Hedrich von der Stiftung Lesen. Viele Buchhandlungen müssten sich zudem nach der langen Schließung erst einmal sortieren.

Es bleibe auch dabei, dass die zum 23. April bundesweit geplante Leseförderaktion „Ich schenk dir eine Geschichte“ wegen der Corona-Krise auf den Weltkindertag am 20. September verschoben werde. Dann sollen auch Veranstaltungen wie Autorenlesungen in den Buchhandlungen stattfinden.

Rund um den 23. April werde es aber zahlreiche Online-Aktionen geben, sagt Hedrich. Die Verlagsgruppe Random House rufe rund 100 Autoren auf, in kurzen Videos ihre Gedanken und Gefühle zu diesem Welttag für alle Buchbegeisterten festzuhalten. Die Videos würden auf den Social-Media-Kanälen der Verlage geteilt, außerdem solle ein „Best-of-Mix der Statements“ auf Youtube zu sehen sein.

Zudem ruft die Stiftung Lesen auf Instagram, Facebook und Twitter dazu auf, am Welttag des Buches einen Satz aus der eigenen Lieblingsgeschichte „zu verschenken“. Dies könnten Leser unter dem Hashtag #WelttagDesBuches tun, unter dem alle Aktionen gebündelt werden, sagt Franziska Hedrich.

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Frankfurt lädt mit seiner Initiative „Jetzt ein Buch!“ unter dem Schlagwort #StayAtHomeReadABook dazu ein, „Lesefreude zu verschenken“. Unter dem Motto „Deine Buchhandlung liefert!“ werde in den sozialen Medien für den Lieferservice von Buchhandlungen vor Ort geworben. Zu Onlineshops und Webseiten der Buchhandlungen bundesweit weise die Plattform www.buchhandlung-finden.de.

Börsenverein-Sprecher Thomas Koch sagte, in den Buchläden selbst werde es am „Lesefeiertag“ nur Einzelverkäufe von Büchern geben, aber sonst „gar keine Veranstaltungen“. Wegen der weiter geltenden Kontaktbeschränkungen dürften sich „nur ganz wenige Leute gleichzeitig in einer Buchhandlung aufhalten“. Die Regelungen seien zudem in den Bundesländern teilweise unterschiedlich.

Die Weltkulturorganisation Unesco hatte 1995 den 23. April zum „Welttag des Buches und des Urheberrechts“ ausgerufen. Das Datum geht auf eine Tradition in Katalonien zurück: Zum Namenstag des Schutzheiligen Sankt Georg werden dort Rosen und Bücher verschenkt. Der 23. April ist zugleich der Todestag von William Shakespeare und des spanischen Schriftstellers Miguel de Cervantes.

www.welttag-des-buches.de

(kna)