1. Leben
  2. Internet

So schützen die Deutschen ihr Smartphone vor unerwünschten Zugriffen

Registrierungspflichtiger Inhalt: Bitkom-Umfrage : Wirksamer Schutz für Smartphones

Ein Smartphone lässt sich vor dem Zugriff Dritter sichern. Wie das Menschen in Deutschland machen, zeigt eine aktuelle Bitkom-Umfrage.

Das Smartphone gehört mittlerweile zum Alltag der meisten Menschen wie ein Geldbeutel oder eine Handtasche. Es ist ein ständiger Begleiter und sein Inhalt ist häufig so wertvoll wie der Inhalt des Portemonnaies. Umso wichtiger ist es, die Daten auf dem Mobiltelefon vor Kriminellen zu schützen. Nach einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom sind die Deutschen vorsichtig, wenn es um ihr Smartphone geht.

Die meisten Nutzer hätten Schutzmaßnahmen gegen unerwünschte Zugriffe eingerichtet. 96 Prozent verwendeten dazu die Bildschirmsperre des Geräts. Dabei sei eine Zahlenkombination bei zwei Dritteln der Deutschen die beliebteste Methode. „Eine PIN sollte mindestens sechsstellig und keine naheliegende Kombination sein wie das eigene Geburtsdatum“, erklärt Sebastian Artz, IT-Sicherheitsreferent bei Bitkom. Jeder Zweite habe den Fingerabdrucksensor aktiviert, ebenso viele vertrauten auf ein Sperrmuster.

Diese gelten laut Bitkom jedoch nicht als sicher, weil die Wischbewegungen auf dem Display erkennbar sein könnten. Ein Zahlencode sei schwieriger nachzuvollziehen. 15 Prozent der Deutschen nutzten zum Entsperren ihres Smartphones die Gesichtserkennung. Daneben gebe es die Möglichkeiten, das Gerät mit der Stimme oder Iris zu entsperren. Diese Optionen seien jedoch nicht weit verbreitet.

Neun von zehn haben laut Bitkom den SIM-Karteschutz aktiviert. Die polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes mahnt dazu, immer die SIM-PIN zu aktivierten und Passwörter getrennt vom Smartphone aufzubewahren. Das erschwere Kriminellen den Zugriff auf das Gerät.

Lediglich 61 Prozent der Nutzer können ihr Smartphone per Lokalisierung aufspüren, wenn es verloren geht oder gestohlen wird. Dabei kann dieser Schutz ohne großen Aufwand eingerichtet werden. Bei Geräten mit dem Apple-Betriebssystem iOS wird die Funktion über die App „Wo ist?“ eingeschaltet. Das Programm kann über jeden Computer oder andere iOS-Geräte geöffnet und so das gesuchte Gerät aufgespürt werden.

Das Pendant bei Android heißt „Mein Gerät finden“. Um die Software zu aktivieren, öffnet der Nutzer in den Einstellungen das Menü „Sicherheit“. Unter „Mein Gerät finden“ kann er die Funktion einschalten.

Gibt er am Computer oder einem anderen Gerät in der Google-Suche „Finde mein Smartphone“ ein, lokalisiert Google das Smartphone, wenn der Nutzer mit seinem Google-Konto eingeloggt ist.

Die polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes empfiehlt darüber hinaus, das Smartphone beim Anbieter sperren zu lassen, wenn es gestohlen wurde oder verloren gegangen ist.

„Um gegen Software-Sicherheitslücken gewappnet zu sein, reicht zumeist schon das regelmäßige Aktualisieren des Smartphone-Betriebssystems und der installierten Apps“, erklärt Artz. Die Polizei warnt vor dubiosen E-Mails oder SMS, die auf angebliche Updates der Netzbetreiber hinweisen. In vielen Fällen versteckten sich Schadprogramme, Malware, hinter den Links in den Nachrichten.

Um ihr Smartphone vor Viren und anderer Schadsoftware zu schützen, haben 43 Prozent laut Bitkom ein Virenschutzprogramm installiert. Die Polizei empfiehlt außerdem Überwachungsapps, die anzeigen, welche Berechtigungen andere Software haben will.

Wird das Smartphone dennoch von Malware befallen, kann eine Datensicherung die Rettung sein. Mehr als die Hälfte der Deutschen erstellt laut Bitkom regelmäßig Backups. Dazu nutzten 31 Prozent einen Online-Speicher und 27 Prozent einen externen Datenspeicher wie eine externe Festplatte oder einen USB-Stick. Für jedes Konto sollte ein anderes Passwort verwendet werden. Doch da die Kennwörter oft schwer zu merken sind, hätten 13 Prozent der Deutschen einen Passwort-Safe installiert. Darin sind die Kennwörter mit einem Masterpasswort geschützt.