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Sicherheit in der Datenwolke

Sicherheit in der Datenwolke

Wer seine Daten in einen Online-Speicher lädt, legt sie auf einer Festplatte ab, die Tausende Kilometer entfernt sein kann. Um sie dort vor Unbefugten zu schützen, helfen Verschlüsselungsprogramme.

Die eigenen Daten vor dem Hochladen in einen Online-Speicher zu verschlüsseln, wird von Sicherheitsexperten immer wieder empfohlen. Denn so kann diese niemand lesen oder auswerten. Nutzer sollten sich aber überlegen, welche Daten sie auf diesem Wege schützen wollen, berichtet die PC-Zeitschrift "c't" (Ausgabe 16/14). Denn falls alle Dateien im sogenannten Cloud-Speicher verschlüsselt werden sollen, können automatisierte Dienste von Smartphones oder Tablet-PCs gestört werden. Viele dieser Geräte laden Fotos, Musik oder Videos aus der Cloud herunter. Sind die Daten verschlüsselt, können sie nicht angezeigt werden. Nutzer müssen sich also entscheiden, ob sie auf diese Funktionen verzichten können oder nur ausgewählte Datei-Ordner absichern und nicht gleich den gesamten Datenspeicher.

Um möglichst gut mit Cloud-Speichern zusammenzuarbeiten, sollte das verwendete Programm den Angaben zufolge die Dateien einzeln verschlüsseln. Dadurch kann jede Datei unabhängig von allen anderen bearbeitet oder gelöscht werden. Außerdem ist es nützlich, wenn möglichst viele Geräte-Typen unterstützt werden, damit man etwa auch per Smartphone oder Tablet auf den Online-Speicher zugreifen kann.

Die Handhabung ist simpel: Das Programm richtet auf dem Rechner ein sogenanntes virtuelles Laufwerk ein. Dieses lässt sich wie eine normale Festplatten bedienen. Aber alles, was dort hineinkopiert wird, macht das Programm unleserlich, bevor es in der Cloud landet.

Eines der von den Testern empfohlen Programme ist Boxcryptor (boxcryptor.com). Für Windows- und Mac-Nutzer biete die Software, die zahlreiche Speicherdienste unterstützt, eine komfortable Möglichkeit, Cloud-Daten abzusichern. Apps von Boxcryptor gibt es zudem für alle gängigen mobilen Betriebssysteme. Wer Dropbox als Cloud-Dienst nutzt, für den ist den Experten zufolge SafeMonk (safemonk.com) eine gute Möglichkeit, Daten abzusichern. Für reine Windows-Anwender empfiehlt sich den Angaben nach auch CryptSync (stefanstools.sourceforge.net/CryptSync.html), das die Online-Speicher-Anbieter Dropbox, Google Drive, Mega und OneDrive unterstützt.