1. Leben
  2. Internet

Schutz für den digitalen Alltagsbegleiter

Damit das Smartphone nicht kaputtgeht : Nur robuste Hüllen schützen das Handy

Eine Smartphone-Reparatur ist teuer. Zusatzversicherungen lohnen sich für den Nutzer jedoch meistens nicht.

Smartphones und ­Tablet-Computer sind für viele inzwischen zu ständigen Begleitern im Alltag geworden. Umso mehr sorgen sich viele Nutzer um die Geräte und tun alles, um zu verhindern, dass sie einmal kaputtgehen. Doch welche Möglichkeiten lohnen sich und welche sind für Smartphone- und ­Tablet-Besitzer nichts als Geldverschwendung?

Geräte- und Bildschirmschutz Wird der Bildschirm eines ­Smartphones beschädigt, lässt sich das Gerät nicht mehr richtig bedienen. Ein kaputter Bildschirm ist laut dem Verbraucherzentrale Bundesverband der häufigste Defekt bei ­Smartphones. Ein neues Display kostet nach Angaben des Reparatur-Vergleichsportals www.kaputt.de mindestens 159 Euro, den Akku austauschen zu lassen schlägt mit 49 Euro zu Buche, eine neue Kopfhörerbuchse kostet ab 80 Euro.

Es liegt also nahe, das Gerät möglichst gut zu schützen. Folien aus Kunststoff, Schutzglas und neuerdings auch eine Versiegelung zum Aufsprühen sollen den Bildschirm vor Kratzern und Rissen bewahren. Laut der Stiftung Warentest ist eine solche Schutzschicht bei modernen Smartphones unnötig. Deren Bildschirme seien bereits widerstandsfähig genug. Kratzer durch Schlüssel oder andere Metall­gegen­stände seien bei üblicher Nutzung heute nicht mehr zu befürchten, sagen die Tester. Gegen grobe Stöße, die das Display splittern lassen, schütze eine Folie über dem Bildschirm ohnehin nicht. Stattdessen sollen Nutzer einem Schaden am Gerät mit einer robusten Hülle vorbeugen, raten die Tester. Eine solche Hülle sei zudem meist günstiger zu haben.

Geräteversicherung und Garantie Wer eine Reparatur für sein Smartphone oder seinen Tablet-Computer benötige, brauche sich meist gar nicht erst an den Hersteller zu wenden, erklärt das Portal connect.de. Vor allem Schäden, die ein Nutzer selbst verschuldet habe, seien meist von der Garantie ausgeschlossen. Manche Hersteller und Händler bieten jedoch gegen Aufpreis eine Zusatzversicherung an. Sie versprechen meist kostenlose Reparatur oder Ersatz, sollte das Gerät beschädigt werden. Doch diese Versicherungen nutzen meist nur dem Vermittler und dem Versicherer, sagt der Verbraucherzentrale Bundesverband. Eine Geräteversicherung koste meist zwischen zehn und 30 Prozent des Verkaufspreises des Geräts pro Jahr. Diese Zusatzkosten können Nutzer sich sparen, sagen die Verbraucherschützer. Denn selbst wenn das Gerät kaputt gehe, bedeute das nicht, dass der Nutzer Geld für eine Reparatur oder ein neues Gerät bekomme. Oft sei etwa Diebstahl von der Versicherung nicht abgedeckt. Viele Policen beinhalten zudem eine hohe Selbstbeteiligung, sodass Kunden den Großteil der Reparatur ohnehin selbst zahlen müssen. Häufig erhalten Kunden nur ein Ersatzgerät mit ähnlicher Leistung, erläutert die Verbraucherzentrale. In vielen Fällen lassen sich Unglücke wie ein gesprungener Bildschirm bereits für sehr viel weniger Geld reparieren, als ein Nutzer im Jahr an Versicherungsbeiträgen zahlen würden, erklären die Verbraucherschützer.

Reparatur Führt an einer Reparatur nichts vorbei, rät das Fachportal connect.de, alle SD- und Sim-Karten aus dem Gerät zu nehmen und möglichst alle Daten auf dem PC zu sichern. Befinde sich das Smartphone erst einmal in der Werkstatt, bestehe die Gefahr, dass Daten gelöscht werden.

Eine gute Reparaturleistung zu finden, sei schwierig, sagt die Stiftung Warentest. Nur wenige Anbieter beseitigen alle Fehler einwandfrei, alle veranschlagen jedoch hohe Preise. Außerdem dauern die Reparaturen teilweise mehrere Wochen, so die Tester. Neben den Ergebnissen der Stiftung Warentest können Nutzer im Internet Bewertungen anderer Nutzer zu Rate ziehen. Die Verbraucherzentrale empfiehlt etwa das Reparatur-Vergleichsportal www.kaputt.de.

Viele Hersteller reparieren die Geräte entweder selbst oder verweisen auf eine autorisierte Fachwerkstatt. Aufgrund der mitunter großen Preisunterschiede zwischen autorisierten Werkstätten und freien Dienstleistern könne sich der Weg zum Handy-Reparaturladen lohnen, erläutert connect.de. Bevor ein Nutzer eine Reparatur in Auftrag gebe, solle er sichergehen, dass der Dienstleister hochwertige Ersatzteile verwende, staubfrei arbeite, die Kosten transparent veranschlage und eine Garantie auf seine Reparatur gebe. Wenn der Preis auffällig günstig sei, sollen Kunden besonders vorsichtig sein, rät das IT-Fachportal chip.de. Von billigen Angeboten sollen Nutzer Abstand halten, da ein solcher Anbieter vermutlich minderwertige Ersatzteile verwende, empfiehlt chip.de.