Schufa stoppt Datendiebe

Schufa stoppt Datendiebe

Jeder zehnte Internetnutzer musste schon einmal feststellen, dass Unbekannte mit seinen Daten im Netz eingekauft haben. Die Schufa bietet einen Service, der den Schaden durch verloren gegangene Daten eindämmen soll.

Opfer von Identitätsdiebstahl im Internet können sich ab sofort bei der Auskunftei Schufa melden und so dem weiteren Missbrauch ihrer Daten vorbeugen. Die Schufa informiert dazu ihre Vertragspartner, in diesem Fall meist Online-Händler, die weitere Betrugsversuche erkennen und verhindern können, teilte Unternehmenssprecher Ingo Koch mit.

Grund für das neue Angebot der Schufa ist laut dem Unternehmenssprecher die steigende Zahl der Fälle von Identitätsdiebstahl. In einer Umfrage der Schufa unter 2000 Verbrauchern gaben jüngst elf Prozent an, dass jemand anderes unter ihrem Namen schon einmal im Internet eingekauft habe. Rechnung und Mahnungen gehen an das Opfer, der Händler bleibt meist auf seiner Forderung sitzen.

Händler, aber auch Telekommunikationsanbieter oder Versicherungen nutzen die Schufa , um die Identität und Bonität eines Kunden zu überprüfen. Bei einem gemeldeten Identitätsmissbrauch erhalten sie künftig eine Warnung und können sich beim Käufer rückversichern, ob dieser tatsächlich etwas bestellt oder gekauft hat. Voraussetzung für die Meldung eines Identitätsdiebstahls bei der Schufa ist, dass das Opfer zuvor eine Anzeige bei der Polizei erstattet hat.

Schon seit Längerem bietet die Schufa Verbrauchern an, sie bei einem Identitätsdiebstahl im Internet zu informieren und bei der Löschung oder Sperrung missbräuchlich verwendeter Daten zu helfen. Gegen eine Einmalzahlung und eine monatliche Gebühr überwacht die Schufa täglich, ob persönliche Daten eines Kunden im Netz genannt werden und informiert ihn per SMS oder E-Mail, erklärte das Unternehmen. Würden Daten zu Unrecht veröffentlicht, fordere die Schufa bei den verantwortlichen Stellen, sie zu löschen oder zu sperren.