Schnäppchenjagd in chinesischen Online-Shops ist riskant

Versand aus Fernost : Schnäppchenjagd in chinesischen Online-Shops birgt Risiken

Chinesische Online-Läden für Technikbedarf bieten oft unschlagbare Preise. Doch Käufer müssen einige Punkte beachten, sonst droht am Ende die große Enttäuschung, warnt das IT-Fachmagazin „Chip“.

So sollten sich Kunden beispielsweise niemals auf Bewertungen verlassen, die Nutzer zu den Produkten auf den jeweiligen Shop-Webseiten hinterlassen haben. Diese seien oft gefälscht. Echte Erfahrungsberichte zu Handys aber auch diversen anderen Produkten finden sich in von den Händlern unabhängigen Internet-Foren. „Chip“
nennt hier chinamobiles.org sowie
chinamobilemag.de als Beispiele

Die Qualität der Produkte schwanke zudem stark. Es gebe zwar Smartphones, die qualitativ mit teurer Markenware mithalten könnten. Oder solche, die so günstig seien, dass Einbußen in der Ausstattung mit dem geringeren Preis zu rechtfertigen seien. Jedoch mischten sich auch Fälschungen sowie mangelhafte Ware mit Sicherheitsrisiken unter das Angebot.

Potentielle Käufer sollten außerdem bedenken, dass bei Käufen in China die deutschen Verbraucherrechte nicht gelten, so „Chip“. Bei einer Rücksendung gelte es also auf die Bedingungen des Händlers zu achten. Die Kosten für die Rücksendung trage meist der Kunde – und ein Päckchen nach China zu schicken könne teuer werden. Sicherheitshalber sollten Käufer Vorkasse vermeiden und stattdessen per Paypal oder Lastschrift bezahlen.

Am Ende der Lieferkette habe auch der Zoll ein Wort mitzureden. Bei Technikprodukten müssten Käufer deshalb unbedingt auf das CE-Zeichen achten, warnt „Chip“. Fehle die Kennzeichnung, verweigere der Zoll die Einfuhr. Generell fielen beim Zoll ab einem Warenwert von mehr als 22 Euro inklusive Versandkosten sieben bis 19 Prozent Einfuhrumsatzsteuer an. Ab einem Wert von 150 Euro müssten Käufer außerdem unter Umständen Einfuhrzoll zahlen.

Händler versuchten manchmal die Zollgebühren zu drücken oder zu vermeiden, indem sie den Warenwert falsch deklarieren. Werde der Zoll darauf aufmerksam, mache sich auch der Kunde strafbar.

(dpa)
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