Schnäppchenjagd bei Internethändlern im Ausland birgt Risiken

Schnäppchenjagd bei Internethändlern im Ausland birgt Risiken

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen warnt Verbraucher vor Fallstricken beim Einkauf bei Online-Händlern außerhalb Europas. Käufer sollten sich vor der Bestellung vermeintlicher Schnäppchen in Ostasien oder anderswo unbedingt über die Risiken informieren, erklären die Verbraucherschützer.Zu den häufigsten Problemen gehörten unter anderem unerwartete Einfuhrgebühren und Zusatzsteuern, hohe Portokosten und Probleme bei Reklamationen sowie Garantiefällen.

Ab einem Warenwert von 22 Euro falle eine Einfuhrumsatzsteuer von in der Regel 19 Prozent an. Ab einem Wert von 150 Euro werde die Ware außerdem zollpflichtig. Dann müssten je nach Produktart weitere Einfuhrgebühren zwischen 2,5 Prozent und 17 Prozent dazugerechnet werden.

Die von Anbietern versprochene Sendung als angeblich zollfreies Geschenk sei nicht sicher, betonte die Verbraucherzentrale. Zum einen fielen auch für Geschenke ab einem Warenwert von 45 Euro immer Einfuhrgebühren an. Zum anderen kontrolliere der Zoll, ob es sich tatsächlich um eine Geschenksendung von einer Privatperson handle. Mit Schwierigkeiten müssten Käufer außerdem bei Beschwerden und Rücksendungen rechnen. So böten viele Händler nicht die hierzulande üblichen Gewährleistungskonditionen an und verlangten für Rückabwicklungen mitunter hohe Gebühren.

Mehr von Saarbrücker Zeitung