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Schlechte Verbindung kann ärgerlich sein, aber schnell verbessert werden

Wenn’s mal ruckelt : Simple Tricks für eine bessere Verbindung

Wenn Streaming und Co. die Leitung strapazieren, können ein paar Kniffe den Internetanschluss entlasten.

() Im Homeoffice friert die Videokonferenz ein, Webseiten brauchen ewig zum Öffnen oder der gestreamte Film ruckelt. Das kann daran liegen, dass die ganze Familie daheim und online ist. Ein Zustand, der in Zeiten von Ausgangsbeschränkungen wegen des Coronavirus zum Normalfall werden kann und den Datenverkehr im Internet ansteigen lässt.

Weil insbesondere Videostreaming viel Bandbreite kostet, kann es helfen, die Auflösung zu reduzieren. Das ist bei fast allen Streamingdiensten, Videoplattformen oder Mediatheken in den Einstellungen möglich. Die meisten großen Dienste wie Netflix und Amazon Prime Video haben die Video-Datenrate vorübergehend reduziert, obwohl die Internet-Anbieter bislang versichert haben, den Anstieg des Datenverkehrs schultern zu können.

Rucklern und Aussetzern können Verbraucher häufig erfolgreich entgegenwirken, indem sie sich mit Notebook, Tablet oder Smartphone näher in Richtung Router begeben. Das kann das WLAN-Signal in der Regel so weit verbessern, dass Aussetzer nicht mehr auftreten. Wenn das nicht hilft, lohne es sich, herumzufragen, ob jemand im Haushalt gerade datenintensive Anwendungen betreibt, meint das Fachportal „Heise online“. Dann seien Absprachen nötig. Wenn eine wichtige Videokonferenz ansteht, sollten die anderen Familienmitglieder ihre Datenfresser so lange pausieren lassen. Geht das nicht, lohnt sich „Heise online“ zufolge fast immer der Versuch, das Notebook per Ethernet-Kabel an den Router anzuschließen. Hat das Gerät keine Ethernet-Buchse mehr, gibt es für knapp 20 Euro USB-Ethernet-Adapter. Für die Investition würden Verbraucher mit einer stabilen Gigabit-Verbindung belohnt. Per WLAN sinke die Datenrate generell, wenn der Nutzer weit vom Router entfernt sitze, auf wenige Megabit pro Sekunde (MBit/s). Ein Kabel kann auch Abhilfe bei störenden WLAN-Netzen in der Nachbarschaft schaffen.

Wer die Netze und seinen Anschluss weiter entlasten möchte, kann auf Rundfunk-Technologien umsteigen und schauen und hören, was so im TV und im Radio läuft oder noch in den CD- und MP3-Sammlungen schlummert, rät das Telekommunikationsportal „Teltarif.de“. Das Fernsehsignal kommt per digitalem Antennenfernsehen (DVB-T2 HD) ins Haus, per Satellit (DVB-S/S2) oder Kabel (DVB-C/C2). Obwohl es übers Internet kommt, ist auch IPTV, wie es die Telekom mit Magenta TV oder Vodafone mit Giga TV anbieten, eine Alternative. Die zur Übertragung genutzte Multicast-Technologie gleiche einer Rundfunkübertragung und belaste die Netze kaum. Die notwendigen Empfangsteile (Tuner) für DVB-T, -S und -C sind in neueren Fernsehern meist schon eingebaut, sonst braucht es wie bei IPTV grundsätzlich eine Extra-Box (Receiver) und bei Sat-TV eine Satellitenschüssel. Digitales Antennenfernsehen läuft bei gutem Empfang meist mit einer Stummelantenne.

Geht es ums Radiohören, stehen analoger (UKW) und digitaler (DAB+) Rundfunk bereit. UKW-Radio lässt sich sogar mit vielen Smartphones und Tablets empfangen, wenn der Hersteller das vorgesehen und eine entsprechende App installiert hat. Das Kopfhörerkabel dient dann als Antenne.

(dpa)