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Rund um die Welt geht es bei virtuellen Reisen auf zahlreichen Webseiten

Virtuelle Ausflüge : Mit wenigen Klicks rund um die Welt

Reisen und Ausflüge fallen in den Osterferien aus. Im Internet können Weltenbummler ihre Wunschziele erreichen.

In den Osterferien packt normalerweise viele die Reiselust. Die einen fliegen zum Urlaub in die Ferne, die anderen unternehmen Ausflüge in Zoos oder Freizeitparks. Doch in den Zeiten der Coronakrise ist es nur möglich, virtuell auf Tour zu gehen und ein Abenteuer im Kopf zu erleben.

Viele Freizeitparks wären eigentlich schon vor Ostern in die neue Saison gestartet. In einigen können die Fans trotz geschlossener Türen zumindest virtuell in ihren eigenen vier Wänden auf Attraktionen fahren. So vereint die kostenlos zum Download stehende App Coastiality 15 Achterbahnen verschiedener Parks. Auf dem Smartphone und mit sogenannten VR-Brillen können in 360-Grad-Sicht Fahrten von Lotte World in Südkorea bis zum Europa-Park mitverfolgt werden. Die Virtuelle Realität (VR) vermittelt Nutzern das Gefühl, die Fahrt tatsächlich zu erleben.

Der Park bietet zudem auch bei Youtube und auf seiner Facebook-Seite Videos wie einen Drohnen-Flug über die Freizeitwelt, Fahrten auf verschiedenen Attraktionen und Blicke hinter die Kulissen an. Zudem gibt es im Internet die kostenlose Online-Spiel- und Lernplattform „Europa-Park Junior Club“ mit Rätseln, Videos und Basteltipps. Über Webstream und Social Media ist darüber hinaus der parkeigende Radiosender zu hören.

Das Phantasialand in Brühl bei Köln hat ebenfalls zahlreiche Filme auf seinem Youtube-Kanal hochgeladen. Darin können Freizeitpark-Fans unter anderem auch die Entstehung einer neuen Achterbahn mitverfolgen und in einer Simulation schon mal ausprobieren.

www.youtube.com

www.facebook.com

Tierische Welten Zu einer Safari auf dem Wohnzimmer-Sofa lädt der Freizeitpark Stukenbrock auf seiner Internetseite ein. Ein 3-D-Rundgang führt über das 65 Hektar große Gelände mit Tieren wie Löwen und Elefanten. Das Angebot an Zoos, die für einen virtuellen Besuch zur Verfügung stehen, ist ebenfalls groß. So gehört zum Beispiel der in Leipzig zu den artenreichsten in ganz Europa. Tierfreunde können auf der Internetseite auf einen 360-Grad-Rundgang gehen.

Auf der Internetseite des Saarbrücker Zoos können die Besucher unter anderem per Video beobachten, was die Drills, die Kattas und die Stachelschweine Mathilda und Rosalie gerade so treiben.

www.safariland-stukenbrock.de

www.zoo-leipzig.de

zoo.saarbruecken.de

Internationale Kulturstätten Auf der Internetseite der deutschen Unesco-Kommission ist eine Karte mit allen deutschen Welterbestätten und weiteren Orten zu finden. Durch Links können diese virtuell besucht werden. Dazu gehört auch das Weltkulturerbe Völklinger Hütte. Das Industriedenkmal hält mehrere digitale Angebote bereit. So sind auf dem Youtube-Kanal Industrial-Culture-TV sieben Filme zu sehen, die speziell für Jugendliche produziert wurden. Auf der Facebook-Seite und auf Instagram gibt es zudem Videos und virtuelle Rundgänge.

www.unesco.de

industrial-culture-tv

Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte ist neben mehr als 2000 anderen kulturellen Einrichtungen auch auf der Plattform Google Arts & Culture zu finden. Die Web-Anwendung lädt vom Opernhaus im australischen Sydney über das Schloss von Versailles bis zur Kathedrale von Brasilien weltweit zu virtuellen Rundgängen ein.

artsandculture.google.com

Stadtrundgänge Oder wie wär’s mit einer Tour in die älteste Stadt Deutschlands? Auf der Facebook-Seite „Trier erleben“ stellen Gästeführer ihre Lieblingsorte vor. Zudem erzählen sie Anekdoten aus der langen Geschichte der ehemaligen Römer-Metropole. Das Angebot werde in den nächsten Tagen und Wochen stetig ergänzt, erklärt Paula Kolz von der Presseabteilung. So könnten sich die Leute „ein Stückchen Trier nach Hause holen“ und wenigstens „im Kopf durch die Stadt flanieren“.

facebook.com/pg/triererleben

Mehrere deutsche Städte bieten virtuelle Rundgänge durch ihre Sehenswürdigkeiten an. So können Hamburg-Fans zum Beispiel auf Entdeckungstour durch das prunkvolle Rathaus der Elbmetropole gehen. München lädt unter anderem zu einer 360-Grad-Tour durch die Allianzarena, das Stadion von Bayern München, ein.

www.hamburg.de

www.muenchen.de

Österreich gehört zu den beliebten Reisezielen der Deutschen. Die Internetseite der Tourismus-Marketing-Organisation des Landes möchte die „Fantasie auf virtuelle Reise“ durch den Alpenstaat schicken. Die Auswahl reicht von zahlreichen Rundgängen durch Wiener Sehenswürdigkeiten wie Schloss Schönbrunn und die Hofburg bis zu Natur-Erkundungstouren durch Nationalparks. Auch eine virtuelle Tour über die Großglockner-Hochalpenstraße ist im Angebot.

www.austria.info

Großbritannien Die Seite „A Decent Cup Of Tea“ von Sandra Wickert möchte die Großbritannien-Sehnsucht stillen. „Seit 2016 habe ich meiner Leidenschaft für das Vereinigte Königreich diesen Blog gewidmet“, schreibt die reiselustige Autorin. Das Portal ermöglicht es, zumindest virtuell auf die Insel zu reisen. Es gibt verschiedene Ziele, zum Beispiel den Buckingham-Palast in London und die Residenz der Queen in Schottland, sowie Webcam-Links vom Seebad Brighton bis zu Loch Ness. Zudem hat Wickert typisch britische Rezepte und Lesetipps zusammengestellt.

www.adecentcupoftea.de

Kreuzfahrten sind bei den Deutschen sehr beliebt. Der Betrieb der Flotte ist zurzeit jedoch eingestellt. Dennoch berichten zum Beispiel Crew-Mitglieder von TUI Cruises auf ihrer Facebook-Seite von dem aktuell ungewöhnlichen Bordleben ohne Passagiere.

Auch Aida Cruises bietet auf dem sozialen Netzwerk ähnliche Einblicke. Auf den Internetseiten und auf Youtube der jeweiligen Reedereien können die virtuellen Kreuzfahrer zudem Rundgänge durch die Schiffe unternehmen.

Die Porta Nigra in Trier ist ein Touristenmagnet. Derzeit können Besucher aber nur virtuelle Touren durch die alte Römerstadt unternehmen. Foto: Jessica Becker
Der Platz vor dem Buckingham-Palast in London ist derzeit wegen der Coronakrise menschenleer. Doch man kann das Bauwerk und andere Sehenswürdigkeiten der britischen Hauptstadt im Internet besichtigen. Foto: dpa/Aaron Chown

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