Berlin: Preisvergleichsdienste werfen Google Wettbewerbsverstöße vor

Berlin : Preisvergleichsdienste werfen Google Wettbewerbsverstöße vor

Preisvergleichsdienste werfen dem Onlinekonzern Wettbewerbsverstöße vor.

() Google hatte in der Shopping-Suche seine Marktposition missbraucht und eigene Angebote zum Nachteil von Konkurrenten bevorteilt, zu dem Schluß war die EU-Kommission in ihrem jahrelangen Wettbewerbsverfahren. Deswegen wurde 2017 eine Strafe über 2,4 Milliarden Euro verhängt.

Der Internetkonzern nahm in mehreren Schritten Änderungen am Verfahren zur Platzierung der Angebote von Produktportalen vor. Zuletzt ging es unter anderem darum, dass Nutzer auch entscheiden können, sich bei Suchanfragen Links zu Preissuchmaschinen statt direkt zu Anbietern der Waren anzeigen zu lassen.

Mehr als zwei Jahre nach der Neuordnung der Shopping-Suche werfen Dutzende Preisvergleichsdienste dem Internet-Konzern unfairen Wettbewerb vor. Google platziere seinen Vergleichsdienst „ganz oben in den Suchergebnissen und stuft somit die Angebote der Konkurrenz herab“.

Google entgegnete, der Konzern sehe positive Ergebnisse der nach einem EU-Wettbewerbsverfahren umgesetzten Änderungen: 600 Preisvergleichsdienste nähmen an dem aktuellen Verfahren teil. Über diese Anbieter platzierten 28 000 Händler ihre Anzeigen. Die EU-Kommission bestätigte den Eingang der Beschwerde und erklärte, sie beobachte weiterhin den Markt.

Bereits im Frühjahr warf das Preisvergleichsportal Idealo Google in einer Klage unfairen Wettbewerb vor und verlangte eine halbe Milliarde Euro Schadenersatz.

(dpa)
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