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Umfrage des NDR
Polizei entdeckt die sozialen Medien

Hamburg. Eine in Hamburg veröffentliche Umfrage des NDR-Nachrichtenmagazins „Zapp“ ergab, dass die Polizei immer stärker auf soziale Medien setzt. Demnach betreiben Polizeibehörden bundesweit 331 Profile. Von epd

Der NDR befragte die Länder, das Bundeskriminalamt sowie die Bundespolizei. Laut der Umfrage gibt es 159 offizielle Twitter-Accounts der Polizei, 138 bei Facebook, 25 bei Instagram, acht bei Youtube und einen bei Snapchat. Die Polizei beschäftige dafür bundesweit bereits mehr als 80 Social-Media-Manager, die sich ausschließlich um die Pflege und den Ausbau zentraler Profile kümmerten.


Die Aktivitäten dienen dem NDR zufolge der Information und Imagepflege, aber auch der Unterhaltung und neuerdings sogar dem Kampf gegen „Fake News“. Beispielhaft zeige sich in Niedersachsen, wie strategisch die Polizei soziale Netzwerke nutze. Unter dem Stichwort „Social Community Policing“ seien bereits zwölf Beamte mit persönlichen Profilen im digitalen Einsatz – weitere sollen bald folgen. Auf diesem Weg wollten die Polizisten für Bürger direkt ansprechbar sein, aktuelle Informationen vermitteln und Präventionsarbeit leisten. Darüber hinaus sollen sie, so der NDR, in den sozialen Netzwerken gezielt Ausschau nach „Fake News“ aus ihrer Region halten, vor allem, wenn es um Gerüchte geht, die die Polizei selbst betreffen.