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Podcasts erfreuen sich in der Corona-Krise großer Beliebtheit.

Kostenpflichtiger Inhalt: Podcast-Apps : Die Lieblingspodcasts in einer App

Audiobeiträge erfreuen sich großer Beliebheit. Mit vielen Programmen können Hörer ihren Favoriten folgen.

Podcasts sind gerade sehr gefragt. Eingesperrt in Wohnungen und Häusern ist das Verlangen der Menschen nach Unterhaltung und Informationen größer denn je. „Fest & Flauschig“ mit Jan Böhmermann und Olli Schulz ist seit Jahren eine Institution in diesem Bereich und auch in Corona-Zeiten sehr beliebt.

Doch von den Abonnentenzahlen des Podcasts, den der NDR regelmäßig mit dem Berliner Virologen Christian Drosten aufnimmt, können auch Böhmermann und Schulz nur träumen. „Coronavirus-Update“ versorgt seine Hörer mit den neuesten Infos und trifft damit den Nerv der Zeit. Das Anhören der Beiträge ermöglichen Podcast-Apps. Wer ein iPhone besitzt, kann die darauf vorinstallierte Anwendung nutzen, und auch Android hat seit vergangenem Jahr eine eigene App dafür. Neben diesen beiden Programmen befinden sich etliche weitere Anwendungen auf dem Markt.

Der Begriff Podcast setzt sich aus der Bezeichnung für den MP3-Player (i)Pod des Unternehmens Apple und der englischen Rundfunkbezeichnung (Broad)cast zusammen. Apple hat dem Podcasting durch die Integration in iTunes Zugang zu einem Massenpublikum verschafft.
Podcasts sind Serien von Audiobeiträgen, die beispielsweise von Radio- und Fernsehsendern, Unternehmen, Webseitenbetreibern und Privatpersonen angeboten und abonniert werden können. Mithilfe verschiedener Apps können die Beiträge dann angehört werden. Podcasts haben meist eine feste Erscheinungsweise und Dauer und die Formate reichen von mehrstündigen Interviews bis hin zu kurzen Infostücken.

In der Basisverson ist Pocket Casts jetzt kostenlos. Foto: Esther Simon

Zu den beliebtesten Apps gehört Pocket Casts. Das Design der Anwendung ist ansprechend, die Bedienung intuitiv. Außerdem ist jeder Podcast einer Kategorie zugeordnet. Wer also nicht nach einem bestimmten Beitrag sucht, kann beispielsweise Kunst oder Politik anklicken und sich von dem Angebot inspirieren lassen. Ein weiteres Highlight: Pocket Casts hat das große Interesse an Corona-Podcasts aufgegriffen und alle Beiträge zum Thema auf einer Übersichtsseite zusammengestellt. Die App, die für die Betriebssysteme iOS und Android verfügbar ist, war bis vor Kurzem kostenpflichtig, nun ist die Basisversion kostenfrei erhältlich. Die Premiumvariante, in der auch die Webversion enthalten ist, kostet 99 Cent.

95 Millionen Audiobeiträge gibt es bei Castbox. Foto: Esther Simon

Castbox überzeugt mit seiner riesigen Auswahl: 95 Millionen Audiobeiträge zählt die Podcast-App nach eigenen Angaben. Auch hier findet der Nutzer unter dem Reiter „COVID-19 Updates“ alle Beiträge rund um das momentan grassierenden Virus. Die Webversion ist in der kostenfreien Variante enthalten. Allerdings muss sich der Nutzer in dieser Version mit Werbung rumschlagen, gegen einen Aufpreis von 3,49 Euro pro Monat beziehungsweise 21,99 Euro im Jahresabo,kann dieses Problem aber gelöst werden. Ein weiterer Pluspunkt von Castbox ist eine Funktion, über die Nutzer mit anderen Hörern chatten können. Die Applikation ist für iOS und Android verfügbar.

Die App AntennaPod ist nur für Android geeignet. Foto: Jessica Becker

Die Podcast-App AntennaPod ist zwar nur für Android-Geräte verfügbar, die Anwendung überzeugt aber mit einer übersichtlichen Struktur und vielen nützlichen Extras. So beinhaltet der Player beispielsweise ­einen sogenannten Sleep-Timer. Die Nutzer können mithilfe dieser Funktion individuell einstellen, wann das Abspielen der Audiodatei stoppen soll. Bereits vorhandene ­Abonnements können sowohl lokal als auch über Dropbox und Google Drive beziehungsweise aus E-Mail-Anhängen importiert werden. Außerdem gibt es die Option, die Geschwindigkeit der Wiedergabe zu bestimmen. Und das Beste kommt zum Schluss: Das Angebot von AntennaPod ist komplett kostenlos und werbefrei.

Die App iCatcher kann anfangs überfordern. Foto: Jana Freiberger

Wer iCatcher nutzen will, muss zum Geldbeutel greifen. 3,49 Euro kostet die App, die nur für iOS verfügbar ist. Individualität steht bei dieser Applikation im Vordergrund. Abonnierte Playlists können personalisiert zusammengestellt werden und es besteht die Möglichkeit, mehrere Geräte zu synchronisieren, Lesezeichen zu setzen sowie Podcast-Abonnements von iTunes zu importieren. Via AirPlay können Podcasts außerdem auf einen HD-Fernseher übertragen werden. Auch diese App verfügt über eine Schlummerfunktion und eine variable Abspiel-Geschwindigkeit. Einziges Manko der Anwendung ist, dass die vielfältigen Einstellungsmöglichkeiten der App den Nutzer zu Beginn überfordern können.

Bei Overcast können Sprechpausen entfernt werden. Foto: Esther Simon

Die ansprechend designte App Overcast hebt sich mit der Smart-Speed-Funktion von der Konkurrenz ab. Mit dieser Funktion können Nutzer Sprechpausen aus dem Audiobeitrag entfernen, um die Laufzeit des Podcast zu verkürzen. Kurze Podcast-Ausschnitte können außerdem in den sozialen Netzwerken geteilt werden. Werbefrei ist die Anwendung nur in der Premiumversion, die 9,99 Euro im Jahr kostet. Wer sich für diese Option entscheidet, kann unter anderem auch eigene Audiodateien hochladen. Die Bedienung der App ist selbsterklärend, die Zuordnung der Podcasts zu verschiedenen Kategorien verschafft dem Nutzer einen schnellen Überblick. Overcast ist nur für iOS verfügbar.