1. Leben
  2. Internet

Persönliche Fitness-Daten sind auf Servern schlecht geschützt

Auf den Servern der Anbieter : Fitness-Daten sind schlecht geschützt

Vernetzte Uhren und andere tragbare Geräte für den Sport, sogennante Fitness-Tracker, schicken Daten von der Pulsfrequenz über zurückgelegte Strecken bis zum Schlafprotokoll an eine Smartphone-App.

Von dort aus wandern die Informationen oft weiter auf die Server der Hersteller, damit Kunden deren Fitness-Portale individuell nutzen können.

Wem Datenschutz wichtig ist, werde deshalb mit den gängigen Anbietern nicht glücklich. Zu dieser Einschätzung kommt das Fachmagazin „c‘t“, das 14 solcher Internet-Dienste untersucht hat.

In ihren Geschäftsbedingungen schließen die Anbieter demnach in der Regel nicht aus, Daten auch auf Servern im nichteuropäischen Ausland zu speichern. Dort drohen dann wegen schwächerer Datenschutzgesetze beispielsweise Zugriffe von Dritten und die Auswertung der Informationen für Werbezwecke.

In Sachen Datenschutz noch am konsequentesten seien Samsung und Apple, so die Experten. Apple Health mache die Gesundheits- und Fitness-Daten ausschließlich im iPhone zugänglich und lasse allenfalls eine verschlüsselte Sicherung auf denen eigenen Servern zu. Samsung Health könne ebenfalls ohne Serveranbindung betrieben werden, biete aber kein Portal, über das Nutzer am Rechner auf ihre Daten zugreifen können.

Bei dem Angebot Fit von Google oder Connect von Garmin müssen die Nutzerdaten nicht auf den Servern der Anbieter gespeichert werden. Wer darauf verzichtet, schränkt laut den Testern der „c’t“ aber den Funktionsumfang der Anwendungen stark ein.

(dpa)