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Ostereiersuche im Internet

Ostereiersuche im Internet

Eier, Drachen und Kult-Videospiele – das alles lässt sich in versteckten Programmen bei Google finden. Hinter den sogenannten Easter Eggs, den Ostereiern, stecken unterhaltsame, digitale Überraschungen.

Google hat es in Deutschland nicht leicht. Der Konzern steht wegen diversen Datenschutzverletzungen hierzulande des Öfteren in der Kritik. Nichtsdestotrotz beweisen das Unternehmen und seine Entwickler mit versteckten Spielereien Humor. Easter Eggs, zu Deutsch Ostereier , heißen diese kleinen, unterhaltsamen Programme, die mit ein paar Klicks für jeden Nutzer zugänglich sind.

Passend zu Ostern kann so zum Beispiel ein dreidimensionales Osterei abrufen werden, das man anhand folgender Koordinaten in der Google Suchleiste findet: 1.2+(sqrt(1-(sqrt(x^2+y^2))^2) + 1 - x^2-y^2) * (sin (10 * (x*3+y/5+7))+1/4) from -1.6 to 1.6. Ändert man die Zahlen, so verändert sich auch die Form des Eies.

Erinnerung an Kultspiele

Auch Spielefans können sich mit versteckten Funktionen bei Google die Zeit vertreiben. Für alle Nostalgiker bietet sich das allseits beliebte Pacman an. Bei dem Kult-Spiel aus den 80er-Jahren muss die Figur Pacman in einem Labyrinth Punkte fressen, während sie von Gespenstern verfolgt wird. Unter dem Stichwort "Pacman" finden Spielbegeisterte bei Google eine Version, die sich mit den Richtungstasten auf der Computertastatur bedienen lässt.

Ähnlich können sich Fans einer längst vergangenen Videospiel-Ära bei Atari austoben. Geben Nutzer bei Google "atari breakout" ein, können sie mithilfe der Maus kleine bunte Blöcke mit einem Ball abschießen. Achtung, der Ball darf dabei nicht den unteren Rand des Bildschirms berühren. Schießen können Anwender auch bei dem versteckten Spiel "Zerg rush". Hier reicht es, den Begriff einzugeben - und schon regnet es kleine Os über den Bildschirm, die alle anderen Suchergebnisse auf der Seite fressen. Einzig das Abschießen der wildgewordenen Buchstaben hilft, sie aufzuhalten.

Auch beim Routenplaner hat Google lustige Easter Eggs eingebaut. Wer beispielsweise bei Google Maps die Route zwischen Snowdon, dem höchsten Berg in Wales, und Brecon Beacons, einer Bergkette im Südosten von Wales berechnet, kann entweder die A470 oder die A483 nehmen. Weitaus schneller geht es allerdings auf dem Rücken eines Drachen, wie Google hier an erster Stelle bei der Routenplanung vorschlägt. Drachenzähmer brauchen für die 122 Meilen lange Strecke dann nur 37 Minuten statt über drei Stunden.

Eines der wohl bekanntesten Easter Eggs von Google ist "do a barrel roll", was auf Deutsch so viel heißt wie "mach eine Fassrolle". Geben Nutzer das ein, könnte ihnen schwindlig werden. Denn hier dreht sich die Seite um 360 Grad. Der Browser verhält sich auch merkwürdig, wenn Nutzer das Wörtchen "askew" (schief) eingeben. Zuerst scheint es, als leide man an einer optischen Täuschung, aber tatsächlich ist alles schief dargestellt. Die Liste von digitalen Überraschungen scheint schier unerschöpflich - und das nicht nur bei Google .

Auch in anderen Browsern, in Videospielen und auf CDs sind Easter Eggs versteckt. Die Seite eastereggs.svensoltmann.de von Sven Soltmann beschäftigt sich mit dem Phänomen. Schon seit 1999 habe er laut eigenen Angaben mit dem Sammeln der digitalen Spielereien begonnen. Interessierte finden hier die bekanntesten Easter Eggs aus dem Netz und können auch selbst auf der Seite so manches Osterei entdecken.

eastereggs.svensoltmann.de