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Onlinehilfe im Formular-Dschungel

Berlin. Bis zum 31. Mai muss die Steuererklärung beim Finanzamt eintreffen. Internet-Nutzer können über das Elsterformular ihre Erklärung online erstellen. Webseiten bieten Unterstützung, die richtigen Dokumente auszufüllen. dpa-Mitarbeiter Sebastian Knoppik

Für die meisten sind Steuererklärungen in etwa so attraktiv wie eine Wurzelbehandlung beim Zahnarzt. Dabei lohnt sich die Mühe durchaus: Meist winkt eine Rückzahlung. Hilfe beim Ausfüllen versprechen Webseiten , die durch den Dokumente-Dschungel führen.

Der Steuerzahler hat heute gleich mehrere Möglichkeiten. "Es ist grundsätzlich Geschmackssache, ob man seine Steuererklärung über das Elster-Portal, mit einer Steuersoftware oder mit Papier und Stift anfertigt", sagt Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler . "Da muss jeder für sich die Lösung finden, die für ihn am besten geeignet ist."

Wer viel mit dem Computer arbeitet, nutzt vielleicht eher eine Steuer-Software als etwa ein Rentner, der keinen Zugang zum PC hat, sagt Klocke. "Viele Steuerzahler wie etwa Selbstständige sind allerdings heute ohnehin schon verpflichtet, die Daten elektronisch an die Finanzverwaltung zu übermitteln."

Grundsätzlich lohnt es sich, überhaupt eine Steuererklärung zu machen. Laut der jüngsten Erhebung des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden aus dem Jahr 2010 liegt der durchschnittliche Rückerstattungsbetrag bei 873 Euro. Anbieter von Steuer-Software werben sogar oft mit noch höheren Beträgen.

Inzwischen kann man die Steuererklärung aber auch komplett online und ganz ohne die Installation eines Programms machen. Diverse Dienstleister bieten gegen Gebühr eine Beratung samt Erfassung der Daten auf ihren Internetseiten an und schicken diese dann per Elster ans Finanzamt.

Webseiten helfen weiter


So kann der Nutzer über die Webseite Steuerfuchs.de direkt über seinen Browser die Steuererklärung anlegen. Die Registrierung ist kostenlos und die Daten bleiben anonym. Der Anwender macht Angaben zu Steuerklasse, Einnahmen und Versicherung. Das Online-Programm prüft, ob diese Angaben stimmig sind und keine Widersprüche auftreten. Sollte der Anwender zusätzliche Formulare zu weitern Einkünften benötigen, blendet das Programm ihm die nötigen Dokumente ein.

Nach dem gleichen Prinzip gehen auch die Webseite Smartsteuer.de und Taxango.de vor. Allerdings fordern alle Dienste eine Gebühr ein, wenn der Anwender seine Daten im gängigen Steuerformular an das Finanzamt schicken will. Gleichwohl versichern die Webseiten , dass die Daten vertraulich behandelt werden und verschlüsselt sind. "Die Daten werden aber auf den Servern der Anbieter zwischengespeichert", sagt Uwe Rauhöft, Geschäftsführer des Neuen Verbands der Lohnsteuerhilfevereine in Berlin . Er rät zur Vorsicht bei ausländischen Anbietern. "Insbesondere wenn der Server im Ausland steht, ist es fraglich, ob die deutschen Datenschutzrichtlinien eingehalten werden."

Wer seine Daten elektronisch ans Finanzamt schicken muss oder will, ist aber nicht auf Kauf fremde Software angewiesen. Der Anwender kann seine Daten auch über das Programm Elster-Formular und das Elster-Portal eingeben. "Beim Elster-Portal handelt es sich lediglich um die ganz normalen Steuer-Formulare, nur eben in digitaler Form", erklärt Uwe Rauhöft. Elster prüfe lediglich, ob alle erforderlichen Daten eingegeben wurden. "Eine Beratung findet dort anders als bei den Steuerprogrammen nicht statt", sagt Rauhöft.

Wer seine Steuererklärung im Elster-Portal oder per Steuer-Software erledigt, kann auch die Möglichkeit der sogenannten vorausgefüllten Steuererklärung nutzen. Dabei werden von Arbeitgeber oder Versicherungen an das Finanzamt gemeldete Daten automatisch in die elektronischen Formulare übernommen. "Allerdings sind noch nicht alle Daten bei der Finanzverwaltung hinterlegt. Dennoch ist es eine gute Kontroll- und Prüfungsmöglichkeit", sagt Isabell Klocke. elster.de

steuerfuchs.de

smartsteuer.de

taxango.de