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Portale im Vergleich
Onlinedienste fürs Testament nicht in jedem Fall geeignet

Berlin. Onlinedienste für das Verfassen eines Testaments sind laut „Finanztest“ nur für einfache Fälle geeignet. Drei von fünf Portalen – Afilio, Smartlaw und Janolaw – lieferten rechtssichere Vorlagen, wie ein Test ergab. Von afp

Die Portale Afilio und Smartlaw erhielten die Note „Gut“. Bei Patchworkfamilien, sehr großem Vermögen oder Erbfällen mit Auslandsbezug sollten Erblasser aber einen Notar oder Fachanwalt zu Rate ziehen. Nutzer werden auf den Onlineportalen fürs Testament durch digitale Fragebögen geführt. Sie legen zum Beispiel fest, wer als Erbe eingesetzt wird oder ob ein Testamentsvollstrecker den Nachlass verwalten soll. Hat der Nutzer alle Eingaben gemacht, gibt das Portal das fertige Dokument aus. Dies dient aber nur als Vorlage. Wer ein Testament verfasst, muss es leserlich von Hand schreiben und unterzeichnen, betont „Finanztest“. Rechtssichere Vorlagen für Onlinetestamente gibt es laut „Finanztest“ kostenlos oder für bis zu 95 Euro. Beim Notar ist hingegen der Wert des Nachlasses entscheidend für das Honorar. So kann das Testament schnell mehrere hundert Euro kosten.