Nicht selten enden Transaktionen von Online-Kleinanzeigen unglücklich

Gesundes Maß an Vorsicht empfohlen : Die Risiken von Kleinanzeigen im Internet

Beim Abwickeln von Käufen über Online-Kleinanzeigen-Portale sollten Verkäufer Vorsicht walten lassen, mahnt die Fachzeitschrift Computerbild. Wer Kaufinteressenten unbedacht die Tür ins eigene Haus öffne, laufe Gefahr, ausgenutzt oder sogar überfallen zu werden.

Die Computerzeitschrift rät, potenzielle Käufer für die Übergabe an einen belebten Ort wie etwa ein Café zu bitten.

Unvorsichtige Verkäufer hätten schon so manche böse Überraschung erlebt, berichtet das Fachmagazin. Der Polizei seien zum Beispiel Fälle bekannt, bei denen sich Interessenten zunächst freundlich gaben. Doch sobald sie mit dem Verkäufer allein waren, seien sie plötzlich einschüchternd aufgetreten, um den Preis zu drücken.

Es gebe auch Abholer, die sich als Räuber entpuppten. Vor dem Kölner Landgericht etwa habe kürzlich der Prozess gegen einen 59-Jährigen begonnen, der sich im August 2018 auf die Online-Kleinanzeige einer Frau hin gemeldet hatte. Es ging um ein Kinderbett. Laut Anklage versuchte der Mann, die Verkäuferin in ihrer Wohnung zu überwältigen. Er habe mit vorgehaltenem Messer Geld von ihr verlangt. Die Frau soll sich gewehrt haben. Der Mann habe zugestochen und sie mit dem Messer lebensgefährlich verletzt. Nachbarn hätten den Mann schließlich überwältigt.

Ist ein Artikel zu sperrig, um ihn in die Öffentlichkeit mitzunehmen, rät das Fachmagazin, eine vertraute Person zu bitten, bei der Besichtigung oder dem Verkauf dabei zu sein. Ebenfalls sinnvoll ist es laut Computerbild, sich den Ausweis des Kaufinteressenten zeigen zu lassen und zu prüfen, ob das Dokument auch echt ist. Letztlich zähle auch das Bauchgefühl: Passe einem der Ton des Interessenten nicht oder komme einem etwas anderes seltsam vor, nehme man am besten Abstand vom Verkauf.

(dpa)
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