1. Leben
  2. Internet

Netzwerken im Netzwerk

Netzwerken im Netzwerk

Arbeiten allein reicht heute oft nicht nicht mehr. Wer Karriere machen will, muss sich auch präsentieren können. Berufsnetzwerke im Internet bieten die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und sich ins rechte Licht zu rücken. Ein Überblick.

Einen neuen Arbeitsplatz suchen die meisten jungen Menschen heutzutage über das Internet . Die Jobbörse der Arbeitsagentur oder Seiten wie Monster.de sollen den Kontakt zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern vermitteln. Laut dem Statistik-Portal Statista nutzen 66 Prozent der Berufsanfänger Online-Stellenbörsen. War die Suche erfolgreich, endet auch die Aktivität auf der jeweiligen Plattform und das Profil wird gelöscht.

In der modernen Arbeitswelt wird es allerdings immer wichtiger, über das Internet geschäftliche Beziehungen zu pflegen und die eigenen Fähigkeiten zukünftigen Arbeitgeber zu präsentieren. Möglich machen sollen das Online-Netzwerke, die als berufliches Pendant zu Sozialen Medien wie Facebook und Instagram dienen, auf denen primär private Inhalte veröffentlicht werden.

Das bekannteste Netzwerk dieser Art ist LinkedIn. Nutzer können hier nach der Registrierung ein eigenes Profil erstellen und wichtige Daten zum beruflichen Werdegang, Ausbildung und persönliche Fähigkeiten hinzufügen. Auch ein aktuelles Foto kann hochgeladen werden. Um sein berufliches Netzwerk aufzubauen, können sowohl bereits bekannte Personen und Unternehmen hinzugefügt werden, als auch neue, mit denen man in Kontakt treten möchte.

LinkedIn zeigt aufbauend auf den angegebenen Daten die Profile von Personen und Institutionen an, die aufgrund von Beruf oder Branche für das eigene Berufsnetzwerk interessant sein könnten. Mittels der Suchfunktion kann auch direkt nach offenen Stellenangeboten gesucht werden. Außerdem wird angezeigt, wie viele Nutzer sich in den letzten 90 Tagen die eigene Seite angeschaut haben. So sollen Nutzer einschätzen können, wie interessant ihr Profil wirkt. Die Standardversion von LinkedIn ist kostenlos und verfügt über die wichtigsten Funktionen. Zusätzliche Angebote wie Statistiken von Unternehmen oder eine Hervorhebung des eigenen Profils in der Suchfunktion kosten zwischen 21,99 Euro und 74,95 Euro im Monat. Die Angebote können einen Monat kostenlos getestet werden. Ein Vorteil von LinkedIn gegenüber kleineren Netzwerken ist sicherlich die Reichweite: Da das Netzwerk weltweit in über 200 Ländern genutzt wird, können über die Landesgrenzen hinaus berufliche Kontakte geknüpft und gepflegt werden.

Als deutsche Alternative zu LinkedIn fungiert seit 2003 das Berufsnetzwerk Xing . Die Funktionen sind prinzipiell die gleichen wie bei LinkedIn: Auch hier wird nach der Registrierung ein Profil mit Foto, beruflichem Werdegang, Ausbildung und Fähigkeiten angelegt und auch hier können zu Personen Unternehmen Kontakte aufgebaut sowie gezielt nach Stellenangeboten gesucht werden. Die Standardversion von Xing ist ebenfalls kostenfrei. Tarife, mit denen beispielsweise detailliert angezeigt wird, wer das Profil besucht hat kosten den Nutzer zwischen 3,95 Euro und 19,95 Euro monatlich. Studenten profitieren darüber hinaus von einem Preisnachlass über 50 Prozent. Xing eignet sich besonders für Nutzer, die Geschäftsbeziehungen ausschließlich im deutschsprachigen Raum unterhalten oder dort nach Arbeit suchen. Wer internationale Netzwerke aufbauen will, muss auf das Angebot von LinkedIn zurückgreifen.

Nutzer, die bereits über die Seiten LinkedIn oder Xing ihr berufliches Netzwerk pflegen und in die Kategorie Student, Absolvent oder sogenannter Young Professionel fallen, können ihr dortiges Profil direkt in die Datenbank von Absolventa übertragen. Ein Profil kann entweder bei konkreter Jobsuche oder auch zur allgemeinen Selbstdarstellun online gestellt werden. Private Nutzer können Absolventa kostenlos nutzen. Unternehmen, die passende Kandidaten suchen, können zwischen verschiedenen kostenpflichtigen Angeboten wählen.

Da Absolventa auf die Zielgruppe Studenten und Absolventen ausgerichtet ist, kann sich gerade für sie eine Anmeldung auf der Plattform lohnen. Da das Netzwerk allerdings sehr viel kleiner als LinkedIn oder Xing ist, ist eine alleinige Anmeldung auf dem Portal weniger ratsam.

linkedin.de

xing.de

absolventa.de