Mit einigen Smartphone-Apps lässt sich der Camping-Urlaub leicht planen

Digitale Helfer beim Zelten : Hilfreiche Apps für den Camping-Urlaub

Mit ein paar digitalen Helfern lässt sich der nächste Ausflug mit dem Wohnmobil oder Zelt entspannter planen.

Wo ist der nächste Campingplatz und gibt es dort noch Stellplätze? Wie sieht es mit WLAN aus? Solche und ähnliche Fragen kommen bei Camping-Urlaubern häufig auf. Wer mit einem Reisemobil, Wohnwagen oder Zelt unterwegs ist, für den können Apps nützlich sein.

Für die Reise seien zunächst alle Arten von Navigationsprogrammen wichtig. „Google Maps und Karten von Apple eignen sich gut, weil beide sehr präzise in Echtzeit den Verkehr abbilden“, sagt Dominic Vierneisel von der Fachzeitschrift „Promobil“. Für Fahrer von größeren Fahrzeugen oder längeren Gespannen hätten die Apps allerdings die Schwäche, dass sie Höhen- und Gewichtsbeschränkungen auf der Strecke nicht anzeigen.

Alternativ gibt es die Apps
Here WeGo oder City Maps 2Go, die auch ohne Internetverbindung genutzt werden können, wenn die Karten vorher heruntergeladen werden. Mit der App Mehr Tanken werden die Treibstoffpreise in der unmittelbaren Umgebung angezeigt.

Camper, die im Ausland unterwegs sind, müssen wissen, was die Maut kostet. Die App Green Zones zeige alle wichtigen Maut-Infos innerhalb Europas an und wisse auch, wo gerade Dieselfahrverbote gelten, so Vierneisel. Die App ViaMichelin bietet Routenvorschläge und informiert über mögliche Kosten für Maut und Kraftstoff.

Bei der Campingplatz-Suche helfe der ADAC Camping- und Stellplatzführer, der eine Vielzahl von Plätzen in ganz Europa enthalte, allerdings rund neun Euro koste. Praktisch sei, dass Nutzer nach bestimmten Kriterien filtern können. Etwa ob es WLAN-Hotspots gibt oder sie ihren Hund mitbringen dürfen, erklärt Katharina Baus von der Fachzeitschrift „Camping und Reise“.

Eine kostenfreie Option ist
womo-stellplatz.eu. Die App hält Informationen zu europaweit 20 000 Stell- und Campingplätzen bereit. „Je nach Land empfehlen sich die Apps der nationalen Campingclubs“, rät Christian Günther, Geschäftsführer vom Bundesverband der Campingwirtschaft in Deutschland (BVCD).

Wer zeltet fürchtet vor allem schlechtes Wetter. Eine Wetter-App auf dem Smartphone hilft Campern sich darauf vorzubereiten. Für die Alpenregion bietet etwa die Anwendung Bergfex/Wetter detaillierte Informationen. Einen Geheimtipp hat Katharina Baus parat: „Die Wetter-App vom Norwegischen Meteorologischen Institut namens YR ist auf die nötigsten Informationen reduziert.“ Sie zeige Temperaturen, Niederschläge und Windgeschwindigkeiten an „und das in einem klaren Design ohne viel Schnickschnack“.

Einen immer höheren Stellenwert bei Camping-Urlaubern hat das Thema WLAN. Ohne Internet geht heutzutage nur noch wenig. Wie gut, dass es Apps wie FreeZone WIFI oder den WiFi-Finder gibt, die Hotspots, also drahtlose Internetzugangspunkte, in der Nähe anzeigen. Grundsätzlich sollten Camper sich nicht darauf verlassen, Zugriff auf das Internet zu haben. „Es gibt nämlich durchaus Campingplätze, auf denen die Betreiber Gebühren für die Nutzung des WLAN verlangen. Das kann dann bei einem mehrwöchigen Urlaub ins Geld gehen“, sagt Viktoria Groß vom Deutschen Camping-Club.

Wer im Wohnwagen nicht auf das tägliche Fernsehprogramm verzichten möchte, hat eine Satellitenschüssel installiert. Um die richtige Position für die Anlage zu orten, hilft der SatFinder Pro. Die App kostet einmalig 2,29 Euro. „Sie ermöglicht, die Schüssel in vier einfach erklärten Schritten auszurichten.“, sagt Baus Eine kostenlose Alternative ist die Software Satellite Finder.

Bei Verständigungsproblemen im Ausland kann der Google-Übersetzer helfen. Er kann auch Straßenschilder in fremder Sprache übersetzen, dafür muss ein Foto davon gemacht werden. Für den Austausch bietet die App Promt einen Dialogmodus. Nutzer können deutsche Sätze ins Smartphone sprechen, die dem Gegenüber direkt übersetzt und vorgesprochen werden. Die App gibt es in einer kostenlosen Version, sie kann dann aber nur mit Internetzugang genutzt werden. In der kostenpflichtigen Variante, für 2,99 Euro im Google Play Store und 3,49 Euro im Apple Store kann sie auch offline genutzt werden.

Sehr nützlich kann außerdem die App Intelligente Werkzeuge werden. Diese Camping-Allzweckwaffe enthält verschiedene Anwendungen, zum Beispiel ein Lineal, eine Wasserwaage, ein Thermometer, eine Taschenlampe und eine Lupe.

(dpa)
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