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Leichter Einstieg mit dem Pinguin

Der Pinguin Tux ist das Maskottchen des Betriebssystems Linux. Das System gilt als besonders stabil und sicher. Foto: Bilderwerk
Der Pinguin Tux ist das Maskottchen des Betriebssystems Linux. Das System gilt als besonders stabil und sicher. Foto: Bilderwerk FOTO: Bilderwerk
Berlin. Das freie Betriebssystem Linux ist stabil, sicher und lässt sich sehr genau an die Bedürfnisse des Anwenders anpassen. Für Einsteiger ist es aber nicht immer einfach, sich in der Linux-Welt zurechtzufinden. Doch Online-Portale bieten Hilfe. Dpa-Mitarbeiterklaus Gürtler

Egal ob als Alternative oder zusätzlich zu Windows: Wer auf der Suche nach einem sicheren und stabilen Betriebssystem ist, stößt auf Linux . Das freie Betriebssystem mit dem Pinguin als Maskottchen hat viele Vorteile und meint es mit der Freiheit wirklich ernst: Der Anwender kann selbst entscheiden, ob und wann welche Updates eingespielt werden. Auch wie das System aussieht, und wie es sich bedienen lässt, ist eine individuelle Entscheidung.

Wer Linux nutzen möchte, sollte sich auf etwas Neues einstellen. "Man muss wissen, dass Dinge nicht so funktionieren wie unter Windows und dass sie neu erlernt werden müssen", sagt Mirko Lindner vom Online-Magazin pro-linux.de. Hinzu kommt, dass Linux nur der Kern eines Betriebssystems ist, um den herum Software gruppiert wird, damit es benutzbar wird. Ein solches Komplettpaket nennt sich dann Distributionen. Und da Linux frei ist, und die Ansichten über das optimale System auseinander gehen, sind im Laufe der Zeit viele verschiedene Distributionen entstanden.

Online-Portal gibt Starthilfe



Damit vor allem Anfänger die für sie passende Linux-Ausgabe finden, hat der Programmierer Christoph Müller das Online-Portal distrochooser.de eingerichtet. Dort bekommt der Nutzer einige Fragen gestellt, und je nachdem, wie er sie beantwortet, werden ihm dann Distributionen vorgeschlagen. Der Interessent sollte vorher schon in Grundzügen wissen, was er eigentlich mit seiner Linux-Distribution machen will, rät Müller. Ob man nur surfen oder beispielsweise online spielen möchte. Ähnlich funktioniert auch das Portal tuxradar.com.

Das Schöne an Linux ist, dass man viele Distributionen ganz einfach ausprobieren kann, denn es gibt sie als sogenannte Live-Systeme. Das heißt, sie laufen direkt, ohne installiert werden zu müssen, von einem Speichermedium wie CD, DVD oder USB-Stick. Dann muss der PC nur noch von diesem Medium gestartet werden. Bei dem Test kann man dann auch gleich prüfen, ob alle Hardware erkannt wird und funktioniert.

Gezielt an Einsteiger richten sich etwa PCLinuxOS oder ZorinOS. Sie haben Windows ähnelnde Oberflächen.

Ubuntu und seine zahlreichen Ableger wie Mint, Lubuntu oder Xubuntu haben für Anfänger den Vorteil, dass es eine rege Community gibt. So finden Einsteiger in Foren Hilfe bei Problemen. Das deutschsprachige ubuntuusers.de sei sicher eines der besten Ubuntu-Foren, sagt Christoph Müller.

Der auffälligste Unterschied zwischen den Ubuntu-Ablegern ist die Benutzeroberfläche. Auch da sollte man einfach mal ausprobieren. "Das ist einer der Vorteile von Linux , dass ich viele Sachen kostenlos ausprobieren kann", sagt Mirko Lindner. Ein weiterer Unterschied liegt in der Verwaltung des PCs, erklärt Dominik Wagenführ, Mitherausgeber von "FreiesMagazin.de". Grundlage jeder Distribution sind bestimmte Verzeichnisse mit den zur Verfügung stehenden Programmen - und meist sind es gleich Tausende. "Das ist eigentlich so etwas ähnliches wie ein App-Store", erklärt Wagenführ. "Wenn man ein Programm sucht, guckt man zuerst dort nach - und mit ein, zwei Klicks ist es installiert." pro-Linux.de

distrochooser.de

tuxradar.com

ubuntuusers.de

Zum Thema:

Auf einen Blick Wer das Betriebssystem Linux zum ersten Mal installiert, muss vorher seine Daten sichern. Hilfe bei der Installation gibt es in den Linux-Foren, sie vermitteln auch lokale Helfer vor Ort. Linux und Windows können problemlos nebeneinander installiert werden. Nach dem Einschalten entscheidet der Anwender dann jedes Mal neu, mit welchem Betriebssystem der PC starten soll. dpa