Krebs hat viele Ursachen

Homburg. Neben den Genen spielen viele weitere Faktoren bei der Krebsentstehung eine Rolle. Dazu gehört zum Beispiel der Lebensstil, aber auch Umwelteinflüsse spielen eine Rolle.Fünf Prozent der Brustkrebspatienten - der Tumor kann sehr selten auch Männer treffen - kommen aus Hochrisikofamilien.

Das BRCA-Netzwerk der Deutschen Krebshilfe hat einen Fragenkatalog veröffentlicht, anhand dessen medizinische Laien beurteilen können, ob sie ihren Hausarzt auf eine genetische Untersuchung ansprechen sollten. Ganz allgemein rät Professor Wolfram Henn von der genetischen Beratungsstelle der der Saar-Uni in Homburg dazu, wenn mehrere gleichartige Krebserkrankungen in der Familie vorgekommen sind, besonders wenn Eltern und Kinder betroffen waren oder wenn die Familienmitglieder sehr jung gewesen sind.

Insgesamt leben in Deutschland etwa eine Million Menschen mit Hochrisiko-Genen für Krebsleiden. Der Löwenanteil (80 Prozent) entfällt dabei nach heutigem Stand des Wissens auf nur zwei Tumor-Typen: die erblichen Formen des Brust- und des Darmkrebses.

Wolfram Henn: "Es ist eine Riesenaufgabe für diese Menschen, in ihren Familien über dieses Thema zu sprechen. Und das gilt auch für Verwandte, mit denen sie vielleicht seit vielen Jahren keinen Kontakt mehr haben." In Homburg bieten das Brustzentrum der Uni-Frauenklinik und die Humangenetik eine gemeinsame Sprechstunde für erbliche Krebserkrankungen an.

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