Gut und kostenlos: Kostenlose Programme für Windows 10

Gut und kostenlos : Kostenlose Programme für Windows 10

Wer einen neuen Windows-Rechner kauft, muss nicht zwangsweise mit den vorinstallierten Programmen arbeiten. Oftmals gibt es bessere und kostenlose Alternativen. Die Kunst besteht darin, die richtigen auszuwählen.

Eine gute Auswahl an Standard-Programmen ist Pflicht. Egal, ob ein Rechner privat oder beruflich verwendet wird. Tief in die Tasche greifen müssen Nutzer dafür aber nicht. Für fast jeden Zweck gibt es eine Vielzahl kostenloser Programme.

Der erste Schritt bei der Neueinrichtung eines Computers sollte die Installation eines Antiviren-Programmes sein. Zwar hat Windows 10 bereits den Defender vorinstalliert, andere Scanner schützen aber oftmals besser: beispielsweise Free Antivirus oder Avira Free Antivirus. Sinnvoll ist ebenfalls, zum Virenscanner einen Adware-Scanner herunterzuladen. Dieser ist auf das Entdecken und Entfernen von Ad- und Spyware spezialisiert. Der AdwCleaner beispielsweise erkennt fast jedes lästige Werbe- oder Spionageprogramm. Das Tool ist jedoch nicht ständig im Hintergrund aktiv. Nutzer müssen das Programm also regelmäßig manuell starten.

Ist der Rechner neu, sollte er eigentlich mit rasender Geschwindigkeit hochfahren. Vorinstallierte Programme können die Schnelligkeit jedoch hemmen. Mit dem Download-Tool PC Decrapifier Free können Nutzer Software und Startobjekte entfernen, die den Computer unnötig verlangsamen.

Ein weiteres Computer-Horrorszenario neben der langsamen Ladedauer ist der plötzliche Datenverlust. Dagegen helfen Backup-Programme wie der Aomei Backupper Standard und die Open-Source-Software Cobian Backup. Mit wenigen Klicks können Nutzer einen automatisierten Sicherungsplan für wichtige Dateien oder auch das ganze System anlegen.

Musik und Filme abzuspielen, gehört mittlerweile zu den Standardeigenschaften jedes Computers. Eine Open-Source-Software empfiehlt sich hier besonders: „Der VLC-Player ist ein echter Alleskönner, er versteht alle gängigen Video- und Audioformate“, sagt Martin Reche vom Fachportal „Heise online“. Die VLC-Player-App kann bei Bedarf sogar das Smartphone zur Fernbedienung umfunktionieren. Ein weiterer interessanter Medienplayer ist der Tomahawk, der auch – die entsprechenden Abos vorausgesetzt – Streaming-Dienste, Internetradios oder Videoplattformen in die Musiksuche miteinbezieht.

Wer Audiodaten aufnehmen, bearbeiten oder zum Beispiel einen Podcast erstellen möchte, der sollte sich das Programm Audacity herunterladen. „Der Schnitt und die anschließende Nachbearbeitung mit Effekten, Equalizern (Filter zur Tongestaltung) und Kompressoren funktioniert sehr gut“, sagt Experte Martin Reche.

Um die Rechner-Leistung auf einem hohen Niveau zu halten, sollten Nutzer nicht zu viele Dateien auf dem PC abspeichern. Platz sparen, heißt hier das Zauberwort. Das Programm 7-Zip packt und entpackt Dateien und ist dem Windows-eigenen Zip-Tool überlegen. Damit Nutzer zudem ihre Dokumente platzsparend und plattformübergreifend verschicken können, ist ein virtueller PDF-Drucker wie PDF24 nützlich. Der Nutzer kann diesen aus jeder Anwendung heraus wie einen normalen Drucker aufrufen. Das Programm speichert die Dokumente dann als PDF ab. Es kann PDFs zudem verkleinern, einzelne Seiten aus bestehenden PDFs extrahieren und diese Dateien fürs Internet optimieren. Zum Betrachten von PDFs genügen oft auch die in den meisten Browsern integrierte Viewer.

Stichwort Browser: Der erste Gang ins Internet auf einem neuen oder frisch installierten Windows-10-Rechner führt oft zwangsläufig über den Edge-Browser. Dabei muss der Nutzer aber nicht bleiben. Vom Firefox über Chrome bis hin zu Opera oder Vivaldi gibt es viele gute Alternativen.

Das gilt auch für E-Mail-Clients. Denn längst nicht jeder möchte sich Outlook kaufen. Oft fällt die Wahl auf Mozillas Thunderbird, der alle wichtigen Funktionen rund um E-Mails bietet – inklusive Adressbuch. Ein Kalender mit Terminverwaltung können Nutzer im Form der Lightning-Erweiterung leicht ergänzen.

Ein Rechner wäre jedoch nicht vollständig ohne ein gutes Office-Programm mit Textbearbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentations-Tool. All das beinhaltet Libre Office. „Die Software ist ein inoffizieller Nachfolger von Open Office, entwickelt sich schnell weiter und bietet gute Features“, sagt Viktor Schröder von der Gesellschaft für Informatik.

Als Bildbetrachtungsprogramm hat sich Irfanview etabliert. Die integrierte Stapelverarbeitung kann die Metainformationen mehrerer Bilder oder ganzer Ordner auf einmal ändern. Und als einsteigerfreundliches Bildbearbeitungsprogramm empfiehlt Martin Reche Paint.net – „wegen seiner übersichtlichen Bedienoberfläche“.

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